Sande - Eine verdiente Niederlage im Gipfeltreffen haben die Eishockeyspieler des ECW Sande am Samstagabend einstecken müssen. Der Spitzenreiter der Regionalliga Nord unterlag Titelaspirant Harzer Falken mit 2:3 (0:0, 1:3, 1:0).
Das 1. Drittel
Anders als beim ersten Duell der beiden Titelrivalen vor sieben Wochen, als die Hausherren nach 14 Minuten bereits mit 3:0 führten, erwischten die Jadehaie diesmal keinen Blitzstart. Vielmehr erarbeiteten sich beim Wiedersehen die nur mit elf Spielern angereisten Braunlager ein Chancenplus im ersten Drittel – auch wenn keine Tore fielen.
Dabei konnten sich die Sander auf Maksims Cmutovs verlassen, der nicht nur in Eins-gegen-Eins-Duellen vor heranstürmenden Falken reaktionsschnell zur Stelle war, sondern auch bei Schüssen aus der zweiten Reihe viel Sicherheit ausstrahlte.
Die beste Chance der Gastgeber, die gegen die kompakt verteidigenden Gäste überraschend große Probleme im Spielaufbau offenbarten, hatte Marian Dejdar bei einem Konter auf der Kelle. Er scheiterte aber frei durch an Taylor Dupuis. Der ECW-Zugang konnte insgesamt zwar nicht so große Akzente setzen, wie bei seinem Debüt in der Vorwoche. Dejdar war am Samstag aber der einzige Sander, der läuferisch und technisch mit den Falken-Leistungsträgern auf Augenhöhe mithalten konnte.
Das 2. Drittel
Nur zwölf Sekunden nach Wiederbeginn traf Vitalijs Jache per Sonntagsschuss unter die Latte zum 1:0 (21.). Doch die eiskalt erwischten Gäste hielten dem erhöhten Druck der Jadehaie stand. Und profitierten beim Ausgleich durch Fedor Kolupaylo (28.) von einem fatalen Puckverlust der Sander an der blauen Linie. Auch das 1:2 von Regan Nagy (29.) resultierte aus einem blitzschnellen Umschaltspiel nach Scheibengewinn.
Dieser Doppelschlag zeigte Wirkung bei den Gastgebern. „Wir haben den Faden verloren, waren zu passiv“, bemängelte ECW-Sportleiter Nick Hurbanek. Und es kam noch dicker: Per verdecktem Schlagschuss von Eric Krienke, den Hendrik Lohde unhaltbar abfälschte, erhöhten die Harzer auf 1:3 (32.). Nach einer Penalty-Entscheidung wegen eines Fouls von Ludwig Synowiec hätte Jakub Wiecki sogar auf 1:4 stellen können, er verzog aber vor Cmutovs (36.).
Das 3. Drittel
In der Kabine schien Sergey Yashin die richtigen Worte gefunden zu haben. „Wenn man Braunlage zu viel Platz gibt und spielen lässt, zeigen sie, was sie können. Wir müssen aktiver stören“, monierte der ECW-Coach. Gesagt, getan.
Die Sander erhöhten noch mal die Schlagzahl und drängten auf den Anschlusstreffer – mit Erfolg. Nach einem klugen Rückpass von Jache zog Sergejs Piskunovs ab und verkürzte vor der Haie-Fankurve zum umjubelten 2:3 (47.).
In der Schlussphase wurde die Falken von den Haien immer mehr in ihre Hälfte zurückgedrängt, standen hinten aber weiter gut und blieben nach vorn stets gefährlich. 75 Sekunden vor Schluss nahm ECW-Coach Yashin eine Auszeit und setzte alles auf eine Karte, indem er Cmutovs für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm. Im Powerplay kam Andrei Teljukin tatsächlich noch einmal in eine gute Schussposition, scheiterte aber mit seinem Flachschuss am Schienbeinschoner von Falken-Keeper Dupuis.
Das Fazit
„Der Sieg der Braunlager war verdient“, bilanzierte Hurbanek: „Die haben eine gute Scheibe gespielt, waren an diesem Tag einfach mobiler, agiler und spritziger. Dennoch war es bis zum Schluss spannend. Das knappe Ergebnis geht so in Ordnung.“
