Sande - Nach dem großen Schreck in der Vorwoche, als die geplante offizielle Saisoneröffnung des ECW Sande mit zwei Testspielen gegen den Neusser EV wegen eines positiven Coronatests bei einem Spieler der Jadehaie abgesagt werden musste, blicken die Verantwortlichen des Eishockey-Regionalligisten nun mit großer Vorfreude auf den Saisonstart in der Nord-Staffel. Auftaktgegner an diesem Samstagabend sind die Salzgitter Icefighters. Das Anbully erfolgt um 19.30 Uhr in der Eishalle an der Weserstraße.
„Unsere Jungs scharren schon mit den Kufen, dass es endlich wieder los geht – auch wenn das Ärger mit dem Eismeister gibt“, erklärt ECW-Teamleiter Jörg Opitz mit einem Augenzwinkern. Und die wichtigste Nachricht: Unter der Woche konnte normal trainiert werden, weil sich kein weiterer ECW-Spieler mit dem Corona-Virus infiziert hat. Zudem sind alle Akteure inzwischen durchgeimpft.
Was müssen Zuschauer vor dem Auftakt wissen ?
Unter dem Motto „Eishockey wie früher“ setzen die Jadehaie bei ihren Heimspielen auf die 2G-Regel (geimpft oder genesen). „Wir können endlich wieder gemeinsam Eishockey verfolgen wie vor dem Ausbruch der Pandemie: Ohne Maske, mit einem Getränk in der Hand und mit Fangesängen“, nennt Vereinspräsident Witali Saitz die Vorteile dieser Regelung. Tickets für das Spiel können im Vorverkauf in der Eishalle Sande und an der Tankstelle Q1 erworben werden. Die Abendkasse öffnet 90 Minuten vor Spielbeginn. Bis zu 1000 Fans sind im Haifischbecken behördlich zugelassen.
In der Nord-Staffel der Regionalliga kämpfen acht Mannschaften um Titelehren und den Klassenerhalt. Neben dem ECW Sande sind dies die Harzer Falken, die Salzgitter Icefighters, der Hamburger SV, die Weserstars Bremen, TuS Harsefeld Tigers, CE Timmendorfer Strand sowie der Adendorfer EC. Letzterer hatte aufgrund von Problemen mit der Eisanlage in der Heimspielstätte ein Jahr lang zwangspausieren müssen, kehrt nun aber wieder in den Ligabetrieb zurück.
„Wir bitten Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sich per E-Mail an info@ecw-sande.de zu wenden oder an der Abendkasse Kontakt aufzunehmen“, erläutert Pressesprecher Tilko Feist.
Welcher Modus gilt in der neuen Saison ?
Der Modus ist gegenüber der coronabedingt gar nicht erst gestarteten Vorsaison in der neuen Spielzeit 2021/2022 unverändert geblieben. Das bedeutet: Zunächst wird eine Doppelrunde ausgetragen, was zu vielen Doppelspieltagen führt. Im Anschluss spielen die besten Vier in den Playoffs mit Halbfinale und Finale (Best-of-Three-Serien) den Meister aus – und damit den Nachfolger der auch in der neuen Saison favorisierten Harzer Falken aus Braunlage.
Wie ist der Kader der Jadehaie aufgestellt ?
Im Kader von Trainer Sergey Yashin stehen sieben Zugänge. Zudem wurden in Vladislavs Balakuns und Ivan Rohac zwei spielstarke Akteure reaktiviert. Vor ihrer Punktspielpremiere im ECW-Trikot stehen am Samstag neben Maksims Cmutovs (zuvor HK Dinaburga), Eriks Zubulis (EHC Thun), Nikolai Varianov (Neusser EV), Sebastian Sobczak (REV Bremerhaven) und Alexander Bahlau (EHC Wilhelmshaven) zwei äußerst namhafte Akteure: der ehemalige deutsche Nationalspieler Eduard Lewandowski (Löwen Frankfurt) und Andrei Teljukin (Fischtown Pinguins). Die beiden Routiniers kommen zusammen auf mehr als 900 DEL-Spiele. „Sie sind beide voll im Saft und werden mit ihrer Erfahrung gerade unsere jungen Leute weiter voranbringen“, freut sich Opitz.
Wie stark ist die Konkurrenz des ECW Sande ?
Fakt ist: Alle Teams haben personell stark aufgerüstet. „Die lange Pause macht es aber schwer, unsere Gegner richtig einzuschätzen“, sagt ECW-Sportleiter Nick Hurbanek. Testspielergebnisse seien meist wenig aussagekräftig: „Mit unseren Neuverpflichtungen sowie einigen Rückkehrern fühlen wir uns aber sehr gut aufgestellt.“
Was ist über Auftaktgegner Salzgitter bekannt ?
Gegen die Icefigthers vom Salzgittersee haben die Jadehaie in der Vorbereitung zweimal zu Haue getestet. Auf einen 4:1-Sieg folgte, auch bedingt durch das Fehlen diverser Spieler, eine 5:7-Niederlage. Während die geplanten letzten Härtetests der Sander gegen Neuss ins Wasser fielen, zog Salzgitter zuletzt gegen die Duisburger Füchse aus der Regionalliga West zweimal klar den Kürzeren (2:10, 9:2). Zum Team von Trainer Radek Vit sind im Sommer mehrere Nachwuchsspieler des Erstligisten Grizzlys Wolfsburg gewechselt. Hinzu kamen Talente aus der eigenen Jugend, wodurch das Durchschnittsalter gerade mal 24 Jahre beträgt.
