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Playoff-Finale in Eishockey-Regionalliga So wollen Jadehaie den Harzer Falken Paroli bieten

Sande - Showdown in der Eishockey-Regionalliga Nord! An diesem Freitagabend beginnt die mit Spannung erwartete und maximal drei Spiele umfassende Finalserie zwischen Titelaspirant Harzer Falken und Herausforderer ECW Sande. Dabei treffen auch statistisch gesehen die beiden mit Abstand stärksten Mannschaften der laufenden Saison aufeinander. Gespielt wird – wie schon im Halbfinale – im Modus „Best of three“.

Sicher ist: Spiel eins des Playoff-Finales steigt an diesem Freitag um 20 Uhr im Wurmbergstadion in Braunlage, wo im Zuge der 3G-Regel bis zu 2000 Eishockey-Fans zugelassen sind. Spiel zwei folgt keine 48 Stunden später am Sonntagabend um 19 Uhr im Sander „Haifischbecken“ an der Weserstraße. Sollten danach beide Teams jeweils eine Partie gewonnen haben, folgt am kommenden Freitag, 1. April, dann das alles entscheidende Endspiel auf dem Wurmberg. Das Anbully ist auf 20 Uhr terminiert.

Die Favoritenrolle

Im Duell Erster gegen Zweiter der Hauptrunde schlüpfen die Harzer Falken (64 Punkte) gegen den ECW Sande (47) in die Favoritenrolle – auch weil sie drei der vier bisherigen Kräftemessen in dieser Saison gewonnen haben. Zum Finaleinzug benötigten die Braunlager gegen den Adendorfer EC nur zwei Spiele, während das coronabedingt ersatzgeschwächte Team von ECW-Coach Sergey Yashin gegen die Salzgitter Icefighters über drei Spiele gehen musste.

Statistik-Splitter

Mit der imposanten Bilanz von 64 Punkten aus 24 Spielen und einer Tordifferenz von +103 sicherten sich die Harzer Falken in der Hauptrunde souverän den ersten Platz vor dem ECW Sande (47/+ 50), der wiederum komfortable 15 Punkte Vorsprung vor der Konkurrenz aufwies.

Der Titelfavorit aus Braunlage stellt in Taylor Dupuis (88,7 Prozent aller Torschüsse gehalten) den beste Goalie der Liga, gefolgt vom Sander Maksims Cmutovs (85,4). Die drei besten Scorer der Nord-Staffel laufen allesamt in der Paradereihe der Falken auf: die Kanadier Eric Krienke (86 Scorerpunkte) und Regan Nagy (75) sowie der Deutsch-Russe Fedor Kolupaylo (72). Die zweitbeste Angriffsreihe der Liga stellen wiederum die Jadehaie mit Topscorer Marian Dejdar, der für seine 57 Punkte (27 Tore/30 Vorlagen) als Neuzugang im Saisonverlauf lediglich 17 Spiele benötigte, sowie der Ukrainer Dmytro Demianiuk (56 Punkte/28 Tore/28 Vorlagen) und Deutsch-Kasache Tim Maier (45/18/27).

„Die Falken sind schon in der Favoritenrolle. Aber ich hoffe, dass es spannende Spiele werden. Es hängt natürlich auch gerade in dieser Zeit einiges davon ab, wer fit und gesund ist und spielen kann“, sagt Marian Dejdar. Der Topscorer der Jadehaie und Rekordspieler des DEL-Clubs Fischtown Pinguins, hat in seiner langen Laufbahn schon einiges erlebt. Er fügt deshalb kämpferisch hinzu: „Der Titelgewinn ist machbar.“

Die Falken seien keine Übermannschaft, erklärt der 38-Jährige, der laut ECW-Sportleiter Nick Hurbanek auch im Training „wie ein Vollprofi“ agiert und stets 100 Prozent gebe. „In den Spielen macht Marian immer viel Wirbel. Er ist mit seiner Wendigkeit und seinem guten Forechecking ein ganz wichtiger Faktor für uns sowie stets ein Unsicherheitsfaktor für die gegnerische Defensive“, lobt er.

Die Hoffnung

Auch Hurbanek sieht die Falken als Favorit. „Aber auch Braunlage ist schlagbar – schade nur, dass wir nicht mit voller Kapelle gegen sie antreten können“, erklärt er mit Blick auf den definitiven Ausfall von Verteidiger Vladislav Balakuns (Knieverletzung) und Kapitän Vitalijs Jache (private Gründe). Immerhin konnten sich inzwischen die von Corona genesenen Alexander Josch und Ersatzkeeper Emil Hacke freitesten. Zudem hoffen die ECW-Verantwortlichen spätestens bis Sonntag auf weitere gesunde Rückkehrer.


Unabhängig davon gibt sich Dejdar kämpferisch: „Wir haben die ganze Saison darauf hingearbeitet, ins Playoff-Finale zu kommen. Jetzt wollen wir natürlich versuchen, auch dort das Maximum herauszuholen und noch mal alles rauszuhauen!“

Zudem habe man schon im letzten Auswärtsspiel in Braunlage (2:6) zumindest phasenweise gesehen, wie man die gegnerischen Spieler unter Kontrolle halten könne. Eine große Rolle werde die Disziplin spielen: „Dass wir die Vorgaben unseres Trainers umsetzen und als echte Einheit fungieren, wird sehr wichtig sein“, betont der 38-Jährige: „Gerade in der Defensive sollten wir individuelle Ausflüge vermeiden.“ Das könne bei den Qualitäten der Harzer sonst nach hinten losgehen. „Die Braunlager schalten sehr schnell um, sind gut an der Scheibe, spielen schnelle, harte Pässe“, weiß Dejdar: „Daher müssen wir uns 60 Spielminuten lang voll konzentrieren.“

Das Heimspiel

Im Falle einer Niederlage in Spiel eins seien die Sander am Sonntag zu Hause noch mehr auf lautstarke Unterstützung der Haie-Fans angewiesen. „Die Zuschauer können natürlich ein wichtiger Faktor sein, gerade in der kleinen und engen Halle in Sande“, sagt Dejdar, der selbst ein volles Haus an der Weserstraße coronabedingt noch gar nicht erlebt hat: „Wenn die Haie-Fans da richtig Rambazamba machen, dann trägt das uns Spieler noch ein bisschen mehr.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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