Sande - „Das wird eine harte Nummer für unsere Jungs!“ So bringt Nick Hurbanek das anstehende Doppelspielwochenende für den ECW Sande auf den Punkt. Schließlich geht es für den Tabellendritten der Eishockey-Regionalliga Nord binnen 24 Stunden gegen die zweitplatzierten Salzgitter Icefighters sowie den Spitzenreiter und amtierenden Meister Harzer Falken.

Los geht es im ersten Heimspiel seit sechs Wochen für die Jadehaie an diesem Samstagabend (19.30 Uhr) mit dem Duell gegen Salzgitter. Am Sonntag (19 Uhr) tritt das Team des Trainerduos Hurbanek/Slava Koubenski dann auf dem Wurmberg in Braunlage beim Titelfavoriten an.

Immerhin fehlen in personeller Hinsicht – Stand Donnerstag – am Wochenende auf Sander Seite nur die Langzeitverletzten Jan Holiga und Ivan Rohac sowie der noch bis Ende Januar gesperrte Vitalijs Jache. Dafür stehen die Neuzugänge Marian Dejdar und Toms Bärens am Samstag vor ihr Heimdebüt im Haifischbecken an der Weserstraße.

Mit den Icefightern vom Salzgittersee haben es die Sander in der aktuellen Hauptrunde bereits zweimal zu tun gehabt. Auf den hart erkämpften 4:3-Heimsieg Ende November folgte zwei Wochen später eine 5:7-Auswärtsniederlage. Hauptmanko war damals die zu geringe Trefferquote aufseiten der Sander, die sich bereits durch die ganze Saison zieht. „Die Jungs müssen einfach noch geiler auf einen Treffer sein, noch engagierter nachsetzen und auch mal den dreckigen Job vor dem gegnerischen Tor machen“, fordert Hurbanek mehr Durchschlagskraft im Angriff und eine bessere Trefferquote: „Dabei muss allen Spielern klar sein: Es gibt keinen Schönheitspreis. Die Dinger müssen öfter rein, egal wie!“

Derweil stellen die Gäste aus Salzgitter mit 112 Toren aktuell die treffsichersten Sturmreihen der Nord-Staffel. Vor allem Liga-Topscorer Tomas Cermak (31 Treffer/32 Assists) und Adam Strakos (23/24) tun sich dabei hervor. „Insbesondere diese beiden müssen wir am Samstag stoppen und in der Defensive konsequent zu Werke gehen“, betont Hurbanek.


Gegen die Harzer Falken sind die Jadehaie in der laufenden Spielzeit erst einmal angetreten – dabei Ende November allerdings stark ersatzgeschwächt mit 1:9 heftig unter die Räder gekommen. „Am Sonntag wollen wir zeigen, dass das damals bei einer bärenstarken Truppe nur ein Ausrutscher war“, erwartet Hurbanek beim Wiedersehen auf dem Wurmberg nun eine Reaktion von seiner Mannschaft. Die Favoritenrolle haben dennoch die Braunlager inne, die mit neun Siegen in Folge (78:15 Tore) mächtig Selbstbewusstsein getankt haben und nach regulärer Spielzeit ohnehin erst eine einzige Niederlage einstecken mussten – 1:2 beim Adendorfer EC.

Apropos AEC: Inzwischen wurde auch das ausgefallene Auswärtsspiel der Sander in Adendorf neu terminiert. Frei war angesichts von sieben Doppelspielwochenenden in Folge nur noch ein Termin unter der Woche. Die Nachholpartie soll nun am Mittwoch, 8. Februar, stattfinden.

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)