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Schortens plant moderne Heiztechnik „Eisspeicher“ soll im Bürgerhaus für Wärme sorgen

So könnte das neue Bürgerhaus aussehen.

So könnte das neue Bürgerhaus aussehen.

Stadt Schortens

Schortens - Das Bürgerhaus Schortens soll künftig mit einem „Eisspeicher“ klimaneutral geheizt werden. Das mag absurd anmuten, sei aber eine technisch einfachere Lösung als Erdwärme, von der bisher immer die Rede war, sagte Bürgermeister Gerhard Böhling am Donnerstag im Vorfeld der Ratssitzung.

Wasser wird Wärme entzogen

Kernstück eines „Eisspeichers“ ist eine Zisterne. Dem Wasser darin wird die Wärme entzogen, um diese zum Heizen zu verwenden. Das funktioniert bis zum Gefrierpunkt. Durch das umgebende Erdreich sowie einen „Luft-Absorber“ erwärmt sich das Eis beziehungsweise Wasser wieder. Dieser Wechsel von Gefrieren und wieder Erwärmen des Wassers kann beliebig oft wiederholt werden.

„Eisspeicher“ seien wartungsarm und zuverlässig, heißt es auf der Internetseite des Heizsysteme-Herstellers Viessmann. Sie könnten im Sommer auch zum Kühlen eines Gebäudes eingesetzt werden. Und im Gegensatz zu Erdwärme sei keine Tiefenbohrung erforderlich.

Pläne öffentlich vorstellen

Derzeit arbeitet das Planungsbüro Thalen (Neuenburg) an den Einzelheiten für das neue Bürgerhaus, das im Rahmen des Projekts „Die neue Mitte“ saniert, umgebaut und erweitert sowie klimaneutral ganz neu aufgestellt werden soll. „Wir sind schon voll in der Planung“, sagte Böhling.

Im Januar sollen den Bürgerinnen und Bürgern die Entwürfe und Berechnungen zu Raumplanung, Technik und Kosten in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Anfang 2025 soll die Bauphase beginnen. Sie muss bis Ende 2026 abgeschlossen sein.


Einverständnis vom Land fehlt noch

Die Stadt Schortens erhält für das neue, klimaneutrale Bürgerhaus einen Zuschuss aus dem Kohlestrukturhilfefonds des Bundes in Höhe von zwölf Millionen Euro. Die grundsätzliche Zustimmung der Entscheidungsgremien, darunter auch der Stadtrat Wilhelmshaven und der Kreistag Friesland, liegt bereits vor. Zusätzlich muss aber das Land noch sein Einverständnis erklären. Den entsprechenden Antrag auf Basis der Planung des Büros Thalen will Böhling fristgerecht Ende Januar auf den Weg bringen. Er rechnet für Mitte nächsten Jahres mit einem positiven Bescheid aus Hannover.

Jörg Grabhorn
Jörg Grabhorn Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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