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Erzieher-Streik in Schortens Die Arbeitsbedingungen so widrig wie das Wetter

Jule Hauken
Mit Warnwesten und Regenschirmen bewaffnet zogen Erzieherinnen und Erzieher trotz Schneetreibens durch Schortens, um für bessere Bedingungen für ihre Arbeit zu demonstrieren.

Mit Warnwesten und Regenschirmen bewaffnet zogen Erzieherinnen und Erzieher trotz Schneetreibens durch Schortens, um für bessere Bedingungen für ihre Arbeit zu demonstrieren.

Jule Hauken

Schortens - Auf ihrem Weg zum Rathaus wurden sie von der Polizei und lauter Musik begleitet: Schortenser Erzieherinnen und Erzieher streikten am Donnerstag für bessere Arbeitsbedingungen.

Wer den Demonstranten in der Innenstadt entgegenkam, winkte ihnen freundlich zu: Warum bessere Arbeitsbedingungen in Krippen und Kitas notwendig sind, versteht jeder. Mit Ausrufen wie „Heute ist kein Arbeitstag, heute ist Streiktag!“ und lauten Tröten machte die Gruppe auf sich aufmerksam.

Durch den Schneesturm

Neben den Erzieherinnen und Erziehern und der Polizei-Eskorte waren noch andere an der Demonstration beteiligt: Vertreter von Verdi und Komba, der Gewerkschaft für Kommunalbeamte und -angestellte, waren auch dabei.

An den vorherigen Tagen hatten sie bereits an Streiks in Osnabrück und Oldenburg teilgenommen. Der Schnee, der am Donnerstag fiel, war für die Erzieherinnen eine Überraschung – zum Glück waren alle warm genug angezogen und ließen sich nicht beirren.


Gegen Ungerechtigkeit

Nach dem Marsch durch die Stadt folgte die Kundgebung am Rathaus, die für viele emotional war. Bei einem Ausbildungs- und Gehältervergleich zu Verwaltungsfachangestellten gab es sogar Buh-Rufe: Eine Kindergarten-Leiterin mit 20 Mitarbeitern verdient gerade mal so viel wie Verwaltungsfachleute in den allerersten Berufsjahren. „Das Wetter ist wie unsere Arbeitsbedingungen – genauso widrig!“, verkündet Etta Kelterborn. Sie ist selbst in so einer leitenden Position: Sie versteht den Streik als einen Hilferuf nach einer Karriere ohne Hindernisse.

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