Sande - Seit August 2022 gibt es eine verschließbare Fahrradabstellanlage beim Sander Bahnhof. Wer sein Rad hier spontan einschließen wollte, hatte allerdings Pech: Von jetzt auf gleich ging hier bisher gar nichts. Wer einen Platz mieten wollte, musste erstmal zum Rathaus und einen Vertrag abschließen – mindestens für einen Monat. Damit ist jetzt Schluss, die Gemeinde hat das System grundlegend umgestellt.
Einfache Handhabung
„Wir wollten erst einmal Erfahrungen sammeln, gucken, ob möglicherweise so viele Berufspendler unterwegs sind, dass die Box ständig ausgelastet ist“, berichtete Tobias Hartmann von der Gemeinde Sande. Bisher sei die Box aber durchschnittlich zu etwa einem Drittel ausgelastet, sodass man nun auch Kurzzeitnutzern die Chance geben wollte, das Rad sicher unterzubringen. Hartmann stellte gemeinsam mit Tim Turowski von der Firma Paul Wolff die neue Art der Vermietung mittels einer App vor.
Die App lässt auch spontanes Mieten zu, sie muss lediglich heruntergeladen werden, der Nutzer muss sich einmalig registrieren und eine Kreditkarte hinterlegen. Das alles ist in kürzester Zeit erledigt und dann kann auch schon gleich ein Parkbügel für das Rad gebucht werden. An der Abstellanlage selber ist genau erklärt, wie welche Schritte erledigt werden müssen. Auf der Internetseite der Gemeinde Sande (www.sande.de) sind diese noch einmal aufgeführt. Dort ist auch ein QR-Code hinterlegt.
Kurzzeittarife und Jahresmitgliedschaft
Das Mieten der verschlossenen Abstellanlage kostet weiter fünf Euro pro Monat. Hinzu kommen Kurzzeittarife für einen Tag (einen Euro) oder eine Woche (2,50 Euro). Aber auch eine Jahresmitgliedschaft ist möglich, die kostet dann 50 Euro. Die Einnahmen fließen der Gemeinde Sande zu.
Derzeit können noch keine festen Stellplätze gebucht werden. Sollte sich allerdings herausstellen, dass es günstiger wäre, auch das noch einzurichten, so ließe sich die App jederzeit leicht verändern, erklärte Turowski.
