Heidmühle - 150 hochwertige Fahrradhelme für Kinder hat die Verkehrswacht Jeverland im Rahmen ihrer Helm-Aktion 2023 beschafft – bei einem Elternanteil von zwölf Euro pro Helm. Jetzt haben Werner Lührs und Bernd-Rainer Otten, Vorsitzender und Geschäftsführer der Verkehrswacht, 20 Helme an Drittklässler der Grundschule Heidmühle überreicht. Es ist übrigens die 24. Auflage der Helm-Aktion; sie richtet sich an dritte Klassen der Grundschulen im Jeverland.
Fahrradfahren liegt im Trend, aber Radfahrer sind im Verkehr stark gefährdet. Besonders Kinder und Jugendliche gehören immer wieder zu den Unfallopfern.
Verletzungen vermeiden
2022 hat das Polizeikommissariat Jever insgesamt 1114 Verkehrsunfälle (2021: 1063) in den Städten Jever und Schortens sowie in den Gemeinden Sande, Wangerland und Wangerooge aufgenommen. An 110 (2021: 95) dieser Unfälle waren Radfahrer beteiligt. 81 von ihnen (2021: 62) erlitten dabei Verletzungen. Hauptunfallursachen waren Fehler beim Abbiegen und Kreuzen der Fahrbahn sowie Zusammenstöße im Begegnungsverkehr oder mit dem ruhenden Verkehr. 2022 wurden weiterhin zwei (2020: 6) Schulwegunfälle mit drei Verletzten (2021: 6) registriert.
Diese Zahlen machen die Dringlichkeit des Helm-Tragens deutlich: „Es ist die beste und preisgünstigste Lebensversicherung für Radfahrer“, betont die Verkehrswacht. 80 Prozent aller schweren Kopfverletzungen von Radfahrern könnten durch das Tragen eines Helms verhindert werden.
Was macht einen guten Helm aus? Er muss sich individuell einstellen und bequem tragen lassen.
So sitzt der Helm richtig
Die Riemen müssen breit, weich und hautfreundlich sein. Außerdem sollte der Helm eine gute Belüftung besitzen. Ein Rücklicht ist ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn.
Doch wie sitzt ein Helm richtig? Der Helm ist dann richtig eingestellt, wenn er waagerecht sitzt, wenn die beiden seitlichen Riemen um das Ohr herum ein Dreieck bilden und der Kinnriemen und das Verstellsystem/Kopfring fest angezogen sind.
Muss man einen Helm tragen? Eine Helmpflicht besteht in Deutschland nicht. Aber: Rund 37 Prozent der bei Unfällen verletzten Radfahrer erleiden Kopfverletzungen.
Tut es auch ein gebrauchter Helm? Davon rät die Verkehrswacht ab: „Man weiß nie, ob der Helm bereits einen Sturz aufgefangen hat oder sonst stark belastet wurde.“
Und wie lange kann man einen Helm überhaupt tragen? Der Helm soll nach fünf Jahren erneuert werden. Auch nach einem Sturz muss er ausgewechselt werden. Selbst wenn man keine Beschädigungen erkennt, kann die Schutzwirkung durch kleine, unsichtbare Risse stark eingeschränkt sein.
