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Ferienbetreuung in Sande Am Umfang wird nicht gerüttelt

Echt schräg: Bei der Ferienbetreuung wie auch beim Ferienpass gibt’s keine Langeweile - wie hier bei einer Bunkerführung.

Echt schräg: Bei der Ferienbetreuung wie auch beim Ferienpass gibt’s keine Langeweile - wie hier bei einer Bunkerführung.

Archiv/ Oliver Braun

Sande - Berufstätige Eltern schulpflichtiger Kinder wird es freuen: Die Gemeinde Sande wird am Umfang ihrer Ferienbetreuungsangebote keinerlei Kürzungen vornehmen und auch weiterhin in den Osterferien, Sommerferien und Herbstferien Betreuungsangebote von insgesamt vier Wochen machen. Darauf hat sich jetzt der Fachausschuss für Kinder, Jugend, Senioren und Soziales in Sande verständigt. „Inhaltlich hat sich das Angebot zuletzt ganz gut entwickelt“, stellte Ausschussvorsitzende Kirsten Pöppelmeier (Grüne ) fest. Gleichwohl wurde wegen der schwierigen finanziellen Situation der Gemeinde auch hier genauer hingesehen, ob und wo eventuell Kürzungen möglich wären.

Hohe Personalkosten

Die Gemeinde Sande hatte sich für das laufende Jahr ein neues Konzept in der Ferienbetreuung überlegt. Das sieht unter anderem vor, dass berufstätige Eltern ihre Kinder in den Oster- und Herbstferien jeweils eine Woche lang in die Ferienbetreuung geben können und in den Sommerferien die ersten beiden (von insgesamt sechs Wochen Ferienzeit) Betreuungsangebote nutzen können. Für das nur wochenweise buchbare Angebot verlangt die Gemeinde Sande Gebühren von 50 Euro pro Kind und Woche. Kostendeckend ist das allerdings nicht. Denn dagegen stehen Personalkosten in Höhe von etwa 6800 Euro, berichtete der Fachbereichsleiter „Ordnung und Soziales“ bei der Gemeinde Sande, Sebastian Janßen.

In diesem Jahr nutzten zehn Kinder (bzw. deren Eltern) das Betreuungsangebot in den Osterferien, 26 Kinder waren es in den Sommerferien. Für die Herbstferien (17. bis 28. Oktober) liegen bereits acht Anmeldungen vor. „Das Angebot wird gut angenommen“, bestätigte auch Janßen. Es habe viele positive Rückmeldungen von Eltern gegeben. Zum einen, weil sie dankbar sind, dass die Gemeinde rechtzeitig die Termine bekannt gibt. Zum anderen dafür, dass den Kindern auch ein spannendes und abwechslungsreiches Programm geboten werden. „Die Kinder werden nicht nur abgegeben – es wird auch gemeinsam was gemacht“, so Janßen. „Es wurde die Feuerwehr besucht, die Polizei war da, es wurde gebastelt oder ein Ausflug nach Altmarienhausen unternommen.“

Endlich läuft’s rund

Im Rahmen der Haushaltsberatungen gab es den Auftrag aus dem Rat, die Reduzierung der Ferienbetreuung zu prüfen. Am Ende nahm die Politik dann aber doch Abstand von Überlegungen, an der Ferienbetreuung zu rütteln. „Es läuft doch gut. Wir wollen keinerlei Kürzungen des Angebots“, sagte Anke Heitmannn (Bürger für Sande, BfS). Ihre Fraktion habe sogar überlegt, die Gebühren von 50 auf 40 Euro zu senken, dafür aber im Gegenzug die Mindestteilnehmerzahl von fünf auch acht zu erhöhen. Auch Isabel Bruns (SPD) sprach sich für ihre Fraktion gegen eine Kürzung in der Ferienbetreuung aus. „Das ist jetzt gerade mal vor einem Jahr angelaufen und braucht sicher noch etwas Anlaufzeit, um sich zu etablieren.“ Sande habe schon etliche Konzepte ausprobiert, die nicht richtig funktionierten, sagte Bruns. Sie regte an, aus dem Topf der Familienförderung in die Ferienbetreuung umzuschichten.

Auch die Grünen wollen die vier Wochen Ferienbetreuung beibehalten. Kirsten Pöppelmeier schlug vor, wie in den Nachbarkommunen Sponsoren für das Betreuungsangebot zu gewinnen. „Das kommt ja letztlich auch den Firmen zugute.“ Eine weitere Idee zur Kostensenkung könnte laut Pöppelmeier sein, den Betreuungsschlüssel zu lockern und nicht mehr schon bei der Mindestanzahl von fünf Kindern mit zwei Betreuungskräften zu arbeiten, sondern erst, ab dem sechsten Kind.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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