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Neugründung der Ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland „Es ist ein langer Prozess gewesen“

Klaus Homola
Gründung der neuen Ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland: Pastor Jürgen Walter (rechts) übernimmt die Pfarrstelle 1, Stefan Grünefeld (links) besetzt die Pfarrstelle 2 und Pastorin Hanja Harke (Mitte) ist für die Pfarrstelle 3 zuständig.

Gründung der neuen Ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland: Pastor Jürgen Walter (rechts) übernimmt die Pfarrstelle 1, Stefan Grünefeld (links) besetzt die Pfarrstelle 2 und Pastorin Hanja Harke (Mitte) ist für die Pfarrstelle 3 zuständig.

Klaus Homola

Hohenkirchen - Seit dem 1. Januar 2023 gibt es die Ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland. Der offizielle Gründungsakt erfolgte am Sonntag während eines feierlichen Festgottesdienstes in der Sixtus- und Sinicius-Kirche in Hohenkirchen durch die Synodalpräsidentin Sabine Blütchen von der Oldenburgischen Landeskirche sowie Kreispfarrer Christian Scheuer und den wangerländischen Pastoren und Kirchenältesten.

Langer Prozess

Zuvor war die Selbstständigkeit der sieben Altgemeinden zum 31. Dezember vergangenen Jahres aufgehoben worden. „Aufhebung und Gründung waren ein langer Prozess mit vielen Beteiligten“, betonte Kreispfarrer Scheuer. Gründe für die Neugründung waren neben finanziellen Erwägungen und Zwängen personelle Engpässe im Pastoralbereich. „Der Schritt über die Schwelle ist wie ein schmaler Grat und... und der Gang durch die enge Pforte ist auch der Eintritt in etwas Neues“, stellte Scheuer das 13. Kapitel des Lukas-Evangeliums in den Mittelpunkt seiner Predigt.

Die Gründung der Ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland ist die erste Gemeindeneugründung einer Ev.-luth. Kirchengemeinde in Friesland seit über 150 Jahren. Dazu bedurfte es eines neuen Kirchengesetzes, das am 19. November 2022 von der 49. Synode der Kirche Oldenburg verabschiedet wurde und das jetzt in Kraft trat, berichtete Synodalpräsidentin Sabine Blütchen. Sie sagte, dass Grundstücke und Vermögen der alten Kirchgemeinden an die neue Kirchengemeinde übergehen. Dagegen üben die Mitglieder der Kreissynode ebenso wie die Kirchenältesten weiterhin ihre Ämter in der neuen Organisationsstruktur aus. „Es ist ein langer Prozess gewesen“, spricht Blütchen allen Beteiligten ihren Respekt aus, denn es war der Abschied von Vertrautem. Zugleich lud sie alle Gläubigen ein, sich am Neubeginn zu beteiligen.

Musikalische Begleitung: Der Gospelchor „Free Voices“ mit Dirigent Axel Scholz sang während des Gottesdienstes. Bild: Klaus Homola

Musikalische Begleitung: Der Gospelchor „Free Voices“ mit Dirigent Axel Scholz sang während des Gottesdienstes. Bild: Klaus Homola

Auch Stefan Grünefeld, Vorsitzender der neuen Kirchengemeinde Wangerland, erinnerte an den langen Weg zur Neustruktur der 2019 begonnen habe und rief dazu auf, sich auf den Weg zu machen und mutig zu sein. Sein Dank ging an alle Ehrenamtlichen und Kirchenmitarbeiterinnen und -arbeiter. Grünefelds Stellvertreter ist der Kirchenälteste Lübbo Meppen aus Waddewarden.

Aufgaben zuteilen

In der neuen Kirchengemeinde werden die Pfarrstellen auf drei Personen aufgeteilt: Pastor Jürgen Walter übernimmt die Pfarrstelle 1, Stefan Grünefeld besetzt die Pfarrstelle 2 und Pastorin Hanja Harke ist für die Pfarrstelle 3 zuständig. Eine genaue Aufteilung und Kompetenzen wird demnächst im Pfarrstellenplan erfolgen. Spätestens im Herbst 2024 wird es dann eine Veränderung geben, wenn Pastor Walter und auch Sabine Kullik aus Altersgründen in Pension gehen.

Musikalisch wurde der Gottesdienst durch den Gospelchor „Free Voices“ mit Dirigent Axel Scholz, dem Bläserkreis Wangerland mit Kantor Klaus Wedel und dem Posaunenchor Jever unterstützt. Grußworte sprachen für die Gemeinde Wangerland Bürgermeister Mario Szlezak und für die kath. Kirchengemeinde im Wangerland Diakon Ludger Niehoff. Im Anschluss fanden sich die Gläubigen im Stephanus-Haus in Hohenkirchen zu einem Empfang ein.

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