Godens - Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gödens ging in rekordverdächtigen 60 Minuten über die Bühne. Ortsbrandmeister Jens Onken ging den Rechenschaftsbericht von drei Jahren „im Parforceritt“ durch.
Ende 2020 hatte die Einsatzabteilung 35 Mitglieder, die Alters- und Ehrenabteilung 18 und die Jugendwehr elf Mitglieder. Ein Jahr später gehörten 41 Personen zur Einsatzabteilung, bei der Jugendwehr und bei den Senioren war alles unverändert. Auch Ende 2022 zeigte sich zahlenmäßig ein nur marginal verändertes Bild: 39 aktive Kameraden in der Einsatzabteilung – Durchschnittsalter 38,8 Jahre –, 17 Mitglieder gehörten der Alters- und Ehrenabteilung an, in deren Reihen im Berichtszeitraum drei Todesfälle zu beklagen waren.
Die Jugendwehr zählt neun Jungen und zwei Mädchen. Es gab 2022 zwei Austritte und einen Übertritt von den aktiven Kräften in die Alters- und Ehrenabteilung, der dort als junger Kamerad im Sinne der Älteren geformt wurde, wie Jens Onken scherzte.
Befördert wurden Malte Koick und Sascha Witte zu Feuerwehrmännern, Tamara Wolters wurde zur Hauptfeuerwehrfrau und Jens Onken, durch Gemeindebrandmeister Peter Hoffbauer, zum Oberbrandmeister befördert. Bürgermeister Stephan Eiklenborg gratulierte den Beförderten und überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung. Er hob das Engagement der Jugend lobend hervor.
Gewählt wurden bereits im Herbst Tamara Wolters zur Schriftführerin, Holger Kiefer zum Sicherheitsbeauftragten, Christian Mählmann zum Fahrzeugwart, Arne Schütte zum stellvertretenden Fahrzeugwart, Lars Wolters zum Gruppenführer I, Rainer Koick zum stellvertretenden Gruppenführer I, Marco Füst Trautmann zum Gruppenführer II, Sven Behring zum stellvertretenden Gruppenführer II.
„Neu aufgenommen wurde Alexandra Kozynchenko, zunächst als Übersetzerin für die vier Flüchtlingskinder aus der Ukraine in unserer Jugendwehr. Nun besucht sie erste Lehrgänge“, teilte der Ortsbrandmeister mit.
Um 25 Einsätze im Jahr
Die Einsatzzahlen in den vergangenen Berichtsjahren sind ziemlich konstant. 2020 schlug mit 27 Einsätzen in 359 Stunden sowie 103 Diensten in 1541 Stunden (44 Stunden pro Teilnehmer) zu Buche. Alarmübungen konnten wegen Coronavorschriften nicht stattfinden. Das zweite Fahrzeug verblieb wegen Ansteckungsgefahr im Haus. Für Übungsdienste wurde die kleine Ortswehr geteilt. 2021 wurden 24 Einsätze in 420,5 Stunden abgearbeitet. Es gab nur noch 76 Dienste in 1153 Stunden. Pro Feuerwehrmitglied kamen so 38,3 Stunden zusammen. 2022 wurden 25 Einsätze in 438 Stunden abgeleistet. Hinzu kamen 75 Dienste in 1193 Stunden, pro Kamerad 41,8 Stunden.
„Türöffnungen nehmen zu“, erklärte Jens Onken. Und schon gleich zu Beginn des neuen Jahres gab es für die Gödenser Ortswehr viel zu tun: „Es gab Mitte Januar zwei stramm aufeinander folgende Einsätze“, so der Ortsbrandmeister.
Er verwies auf die erst wenige Tage zurückliegenden Einsätze in Altgödens. Dort war eine Garage durch eine Gasexplosion zerstört und eine Bewohnerin schwer verletzt worden, wenige Tage später ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der B 436 in Gödens – glücklicherweise ohne größeren Personenschaden.
„Lausig im Lee“
Was Lehrgänge angeht, habe man „sechs Monate lausig im Lee“ gestanden, so Jens Onken. Auf Online-Lehrgänge sei man nicht vorbereitet gewesen. Der neue Kreisausbildungsleiter habe sich bemüht. Obgleich auf Landesebene noch Lehrgänge aus 2021 nachgeholt würden, konnten nur 43 Kameraden ausgebildet werden.
Die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung wurden durch Beschaffungen gestärkt. Begonnen wurde mit Ersatzbeschaffung von Einsatzkleidung und eines Löschfahrzeugs.
Jugendwartin Tamara Wolters teilte mit, dass Anfang 2022 Tannenbäume eingesammelt und mit der Bingo-Umweltlotterie 180 Kilogramm Müll aufgelesen wurden. Die Jugendlichen fuhren in den Heidepark Soltau. Ihr Zeltlager musste wetterbedingt in eine Scheune verlegt werden. Der Laternenumzug in Dykhausen wurde begleitet und die Jugendflamme I abgelegt.
Der Getränkeerlös des Abends kam dem KBV „Fleu herut“ zu, in dessen Vereinslokal man tagte. Maren Goetz von der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse übergab einen Scheck in Höhe von 250 Euro.
