Zetel - Die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Zetel hatte in den letzten Tagen ordentlich zu tun. Nicht nur mussten die Feuerwehrleute zum Brand eines Mehrfamilienhauses in Ellens ausrücken, auch wurden sie zuletzt mit einer herausfordernden Einsatzübung überrascht.
Brand in Holzwerkstätten
Vergangenen Mittwoch klingelte der Einsatzmelder gegen 19.45 Uhr bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neuenburg. Darauf war zu lesen, dass eine Maschine in den Neuenburger Holzwerkstätten von Andreas Gurol in Collstede in Brand geraten sei und sich weiter drei Personen in dem Gebäude aufhalten. So berichtet Neuenburgs Ortsbrandmeister Maik Biere gegenüber unserer Redaktion. Die Kameraden machten sich schnellstmöglich auf den Weg. Dort angekommen, sahen sie Qualm, der aus den Fenstern empor stieg, und nahmen einen leichten Feuerschein wahr. Die Feuerwehrleute witterten bei dem Anblick aber auch, dass es sich um eine Einsatzübung handeln könnte. Und tatsächlich: Ortsbrandmeister Maik Biere und Gruppenführer Hinnerk Eilers haben dieses Szenario im Vorfeld ausgearbeitet und alarmierten ihre Kameraden schlussendlich aufgrund zweier Feuerkörbe und Qualm einer Nebelmaschine.
Rettung und Löschaktion
Die Feuerwehrleute nahmen die Übung ernst und machten sich ans Werk. So auch die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, die zusätzlich als Verstärkung alarmiert wurden. Schließlich zeigte der Einsatzmelder die Meldung „Feuer zwei“. Dabei handelt es sich um ein Codewort für einen Brand mittlerer Größe und in derlei Fällen werden Rettungswagen des DRK zusätzlich alarmiert. Die Sanitäter kümmerten sich um die drei angeblich verletzten Personen. In Wirklichkeit eine Puppe, ein Kind und ein erwachsener Mann, die zuvor von den Feuerwehrleuten unter Atemschutz aus der Halle geleitet wurden. Vor der Halle richteten die Feuerwehrkameraden eine Wasserversorgung über 120 Meter ein. Daraufhin konnten sie den Scheinbrand erfolgreich löschen. Die Halle musste nur noch belüftet werden und über den Melder konnte „Feuer aus“ bekannt gegeben werden.
Gutes Ergebnis
Die Kameraden richteten vor Ort die Einsatzfahrzeuge wieder ein und kamen schließlich zur Nachbesprechung zusammen. „Hinnerk und ich waren sehr zufrieden mit der Übung“, erklärt Maik Biere. Dabei beachteten sie sämtliche Aspekte: „Von der Alarmierung, über das Eintreffen der Fahrzeuge, die Rettung und Versorgung der Verletzten bis zur zügigen Wasserversorgung.“ Bei Bratwurst und Kaltgetränken, die vom Inhaber der Neuenburger Holzwerkstätten spendiert wurden, richteten die Übungsleiter ihren Dank an die Mitwirkenden Max und Henning Biere, an Andreas Gurol und an das Deutsche Rote Kreuz Neuenburg.
