Sande - Wenn’s in Sande brennt, wird’s eng. Zumindest tagsüber. Während der Woche, also montags bis freitags zwischen 7 und 17 Uhr stehen der Feuerwehr zu wenig Leute zur Verfügung.

Grund dafür ist die Berufstätigkeit der Einsatzkräfte in der Freiwilligen Wehr. Wer außerhalb von Sande arbeitet, steht tagsüber oftmals nicht für einen Einsatz zur Verfügung. Deshalb wirbt die Feuerwehr jetzt um weitere Kräfte. Anfang Januar werden 2500 Informationsblätter verteilt.

Die Gemeinde Sande unterhält wie die meisten Kommunen keine Berufsfeuerwehr. Die beiden Wehren in Sande (Ortswehr Sande) und in Neustadtgödens (Ortswehr Gödens) arbeiten auf ehrenamtlicher Basis.

Im Gemeinderat soll allerdings im Januar eine Satzung beschlossen werden, mit der für die Feuerwehrleute eine geringe Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Übungsdiensten und im Einsatzfall geregelt wird. „Eine Bezahlung kann das niemals sein, es ist lediglich ein kleiner Ausgleich für entgangene Freizeit“, erläuterte Bürgermeister Stephan Eiklenborg im Fachausschuss.

Ob diese Aufwandsentschädigung auch ein finanzieller Anreiz sein könnte? Dafür fällt die Summe wohl zu gering aus. Es ist von vier Euro pro Übungsdienst oder Einsatz für alle Feuerwehrleute ohne besondere Funktion (wie zum Beispiel Ortsbrandmeister) die Rede.


Um in der gesetzlich vorgegebenen Zeit mit der ebenfalls vorgegebenen Einsatzstärke bei einem Brand, einem schweren Unfall oder ähnlichem zur Stelle zu sein, braucht die Feuerwehr dringend weitere Kräfte. Alle Personen im Alter von 16 bis 55 Jahren können sich melden. Am besten einfach auf die Werbezettel achten, die in den nächsten Tagen im Briefkasten liegen.