Schortens - Es dauert nur wenige Sekunden, der Knall und die riesige Stichflamme sind fast eins. Das hätte man dieser kleinen Flasche gar nicht zugetraut. Doch wird auf einen Blick klar: Es ist kein dummer Kinderstreich, wenn eine Sprühflasche in ein Feuer geworfen wird – und das passiere gar nicht so selten, erklärt einer der Feuerwehrleute, die diese Vorführung organisiert hatten.

Ein Blick ins Feuerwehrauto, das mit Technik und Werkzeugen vollgepackt ist, einmal hinter dem Lenkrad eines Einsatzfahrzeugs sitzen, den Helm auf dem Kopf tragen, oder auch direkt erleben, was passiert, wenn man achtlos eine Sprühflasche ins Feuer wirft oder beim Brand in der Pfanne auf dem Herd falsch reagiert: Das alles und einiges mehr gab’s am Wochenende beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Ortswehr Schortens am Gerätehaus an der Plaggestraße zu erleben.

Dieser Tag wurde gerne angenommen, da das Wetter auch noch perfekt passte, waren die Schlangen an den einzelnen Ständen umso länger. Kinder, die es lieber ruhig mochten, ließen sich schminken, andere zeigten, wie konzentriert sie arbeiten können und bauten Holztürme mit Hilfe von Rettungswerkzeugen auf. In regelmäßigen Abständen gab es kleine „Modenschauen“, Mitglieder der Einsatzabteilung präsentierten dabei die aktuelle Einsatzkleidung.

Dicht umringt waren natürlich immer die Vorführungen. Das Experiment mit der Sprühflasche zeigte, dass es gerade mal einige Sekunden dauert, dann ist die Flasche in einem Feuer so stark erhitzt, dass sie explodiert und eine Stichflamme entsteht. Bei der Vorführung kein Problem, denn natürlich hatten die Feuerwehrleute auf ausreichend Sicherheitsabstand geachtet. Dennoch war im Publikum so mancher mächtig erschrocken, der nicht mit so einer durchschlagenden Wirkung gerechnet hatte.