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Feuerwehr Sande FTZ in Jever muss moderner und zeitgemäßer sein

Annette Kellin
Jannek Arnold (links) und Don Hollje (stellvertretender Ortsbrandmeister) halfen Larissa Semmler beim Befestigen der neuen Schulterklappen.

Jannek Arnold (links) und Don Hollje (stellvertretender Ortsbrandmeister) halfen Larissa Semmler beim Befestigen der neuen Schulterklappen.

Annette Kellin

Sande - Die Freiwillige Feuerwehr muss sich insgesamt moderner aufstellen. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Ortswehr Sande gefordert. Ortsbrandmeister Jan Holst, Gemeindebrandmeister Peter Hoffbauer und Jens Onken, in seiner Funktion als Ortsbrandmeister in Gödens Gast bei der Versammlung, forderten eine neue Struktur für die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Jever: Hier solle man sich als zentrale Servicestelle für alle friesischen Wehren ganz neu aufstellen, waren sich die Führungskräfte einig.

Bisher sei die FTZ im Grunde eine Reparaturwerkstatt. Das aber sei absolut nicht mehr zeitgemäß. So wünsche man sich zum Beispiel, dass die Atemschutzgeräte zukünftig nach ihrem Einsatz bei der FTZ einfach nur ausgetauscht würden. Die Forderung ging an die Adresse von Landrat Sven Ambrosy, der allerdings zu diesem Zeitpunkt aufgrund von Terminüberschneidungen nicht mehr bei der Versammlung anwesend war.

83 Einsätze im vergangenen Jahr

An die Adresse der Politik ging das Thema Drehleiter. Diesen Punkt hatte allerdings Kirstin Anders-Pöppelmeier (als Stellvertretung für den erkrankten Bürgermeister Stephan Eiklenborg) selber in ihrem Grußwort ins Gespräch gebracht. Dem stimmte Jan Holst sogleich zu: „Wenn wir uns die aktuelle Bautätigkeit in Sande ansehen, sollten alle wissen, dass wir uns mit einer Drehleiter nicht mehr allzu lange Zeit lassen können.“ Die Versammlung zog eine Bilanz nach drei Jahren, in denen man sich nur zu Einsätzen und – mit Hygienekonzept – zu Übungen getroffen hatte. Während der Pandemie waren die Einsätze stark zurück gegangen. 2021 zum Beispiel waren mit 43 Einsätzen nur rund halb so viele nötig wie noch vor der Corona-Zeit. 2022 haben die Einsätze allerdings wieder das Niveau aus früheren Zeiten erreicht. Von 83 Einsätzen rückte die Wehr 27 Mal zu Bränden aus, 42 Mal wurden Hilfeleistungen angefordert und 14 Fehlalarme traten auf. Die Ortswehr Sande erreicht mit 53 Einsatzkräften nicht ganz ihre Sollstärke von 60 Personen. Allerdings ist der Nachwuchs auf gutem Weg.

24 Kinder und Jugendliche

Nach langem Hin und Her in der Jugendwehr läuft die Gruppe jetzt unter der Leitung von Ralf Goda und seinem Stellvertreter Nils Berger sehr gut. Die Gruppe umfasst derzeit 24 Kinder und Jugendliche, sechs stehen noch auf der Warteliste. Die Zusammenarbeit mit den Gödenser Kollegen läuft gut, es gibt mittlerweile auch etliche gemeinsame Veranstaltungen. Das war in früheren Jahren auch schon ganz anders gewesen. Goda lobte die Motivation der Kinder: Sieben hatten im vergangenen Jahr die Leistungsspange abgelegt, die höchste Auszeichnung in der Jugendwehr. 2022 hatten drei Jugendliche aus der Jugendwehr in die Einsatzabteilung gewechselt, für dieses Jahr wird mit fünf und für 2024 sogar mit sechs Übertritten gerechnet.

 

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