Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Flüchtlingsunterkunft Hohenkirchen Wann die ersten Asylsuchenden im „Dorf Wangerland“ einziehen

Die ersten Flüchtlinge treffen in der kommenden Woche im „Dorf Wangerland“ ein

Die ersten Flüchtlinge treffen in der kommenden Woche im „Dorf Wangerland“ ein

Sebastian Urbanczyk

Hohenkirchen - Die ersten 38 Asylsuchenden, die in der zur Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten Hotel- und Freizeitanlage im „Dorf Wangerland“ in Hohenkirchen untergebracht werden, sollen am kommenden Dienstag, 9. Mai, eintreffen. Das bestätigte Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak am Donnerstag im Gespräch mit der Redaktion. Bei den Asylsuchenden handele es sich demnach ausschließlich um Familien mit Kindern. Sie kommen aus der Türkei, aus Afghanistan, aus dem Iran und aus Kolumbien.

Vorbereitung am Runden Tisch

Im Vorfeld hatte sich in der Gemeinde bereits ein Runder Tisch mit Vertretern von Feuerwehr, Polizei, Integrationslotsen, Dorfgemeinschaft, Vereinen, Kirche und Landesaufnahmebehörde sowie der Einrichtungsleitung, Frieslands Landrat Sven Ambrosy und Mario Szlezak auf die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet. So will unter anderem die Polizei mit der Ankunft der Flüchtlinge erhöhte Präsenz nicht nur in Hohenkirchen, sondern insbesondere auf der Anlage „Dorf Wangerland“ selbst zeigen. Zudem sollen Mitarbeiter eines Sozialdienstes die Ankunft begleiten, um mögliches Konfliktpotenzial zu erkennen und mit den Anwohnern in den Dialog zu kommen. Zudem soll ein Sicherheitsdienst rund um die Uhr im Einsatz sein.

Zaun rund um Anlage installiert

Der Zaun, der mittlerweile um die Anlage installiert wurde, soll zusätzlich für innere und äußere Sicherheit sorgen. „Wir wollen die Menschen nicht einsperren, die Anlage wird weiterhin frei zugänglich sein“, betonte Szlezak. Allerdings gebe es viele Kinder, die Nichtschwimmer seien, die müsse man gerade vor dem freien Zugang zum Wangermeer schützen. Der Bürgermeister betonte auch, dass für die ärztliche Betreuung der Flüchtlinge durch das Land gesorgt sei und die Kinderbetreuung die Mitarbeiter des „Dorf Wangerland“ übernehmen.

Vereine wollen sich einbringen

„Besonders gefreut habe ich mich, dass sich auch unsere Vereine engagieren wollen“, sagte Szlezak. So hat die Jugendfeuerwehr Hohenkirchen angeboten, ihren Dienst auf dem Gelände der Hotel- und Freizeitanlage abzuhalten und die Eintracht Wangerland möchte ein Fußballturnier organisieren. Künftig sollen wöchentlich 30 bis 50 Flüchtlinge in Hohenkirchen ankommen, Verweildauer maximal 80 Tage. Theoretisch könnten bis zu 400 Flüchtlinge untergebracht werden. Der erste von den insgesamt 24 Monaten, die mit dem Land für die Umnutzung der Hotel- und Freizeitanlage als Flüchtlingsunterkunft vereinbart wurden, ist übrigens schon abgelaufen, so Szlezak.

Sebastian Urbanczyk
Sebastian Urbanczyk Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Ein Mann zündet sich einen Joint an. In der Umgebung von Schulen und Spielplätzen ist das Kiffen in Niedersachsen weiterhin verboten. Doch wer kontrolliert die Einhaltung?

TEIL-LEGALISIERUNG IN NIEDERSACHSEN Städte und Gemeinden fordern Klarheit und Unterstützung bei Cannabis-Kontrollen

Christina Sticht (dpa)
Hameln