Jever/Tettens/Wittmund - Dauerregen, Temperaturen unter 20 Grad, Wind – bei diesem Wetter ist wohl vielen eher nach einem gemütlichen Tag auf dem Sofa, als nach Schwimmen unter freiem Himmel. Das merken auch manche Freibäder in der Region. Obwohl das Johann-Rasenack-Freibad in Jever bereits an elf Tagen witterungsbedingt eher geschlossen wurde, halten die Besucherzahlen mit denen aus dem Vorjahr mit. Besonders der Juni war mit 6800 Gästen stark. Im Vorjahr waren es im Juni nur rund 4300 Gäste. Für den Juli verzeichnet das Freibad 4700 Wasserratten, rund 600 weniger als im Juni 2022. In dem Jahr musste an drei Tagen wegen des Wetters früher geschlossen werden. Zudem war das Freibad an drei weiteren Tagen betriebsbedingt ganz geschlossen geblieben.
Jeden Tag um 13 Uhr
Beim Freibad Tettens in Wangerland versuche man das Beste aus der aktuellen Lage zu machen. „Eine Gruppe älterer Frauen kommt jeden Tag um 13 Uhr vorbei, egal bei welchem Wetter“, sagt der Vorsitzende des Freibads, Jürgen Schmidt. Dementsprechend wird pünktlich um 13 Uhr geöffnet und dann geschlossen, wenn keine Schwimmer mehr im Wasser sind.
Neben den Hartgesottenen kommen jedoch kaum Touristen, Familien und Kinder in das Freibad. Nun hoffe man auf noch ein paar sonnige Tage, um die Saison gut ausklingen zu lassen. Doch Schmidt bleibt positiv, der Juni sei gut gelaufen und die Ferienpassaktion konnte trotz Regenschauer stattfinden, wenn auch mit weit weniger Kindern. „Normalerweise sind es rund 70 Kinder, dieses Mal waren es 20. Wir haben aber dennoch unser volles Programm angeboten“, sagt Schmidt stolz.
Starker Start
Das Freizeit- und Erlebnisbad Isums startete mit sehr starken Besucherzahlen in die Freibadsaison. Das gute Wetter brachten das „Leistungs- und Fassungsvermögen des Bades zum Teil an seine Grenze“, erklärt Meino Schrage, Fachdienstleiter Generationen, Sport und Kultur bei der Stadt Wittmund. Das Regenwetter habe diesen Lauf abrupt gestoppt. Dennoch war das Bad an jedem Tag geöffnet, teilweise wurde wetterbedingt frühzeitig geschlossen. Insbesondere Frühschwimmer hätten das Angebot noch regelmäßig genutzt. „Wirtschaftliche Risiken wegen des anhaltend schlechten Wetters bestehen nicht“, erklärt Schrage.
Kein festes Saisonende
Man würde ohnehin immer sehr vorsichtig kalkulieren. Ein festes Datum für das Saisonende gibt es noch nicht. „Sollte das Wetter gegen Ende des Sommers schön sein und eine Nachfrage bestehen, erfolgt sicherlich noch eine Verlängerung der Saison bis in den September hinein.“

