Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Corona Auch in Friesland werden Zahlen steigen

Friesland - Vor wenigen Wochen galt die Inzidenz 47,5 sicher noch als hoch. Inzwischen ist die Zahl, die gestern der Landkreis Friesland meldete, verglichen mit den anderen Städten und Landkreisen doch sehr niedrig. In Niedersachsen war das Freitag der viertniedrigste Wert. Spitzenreiter: wieder der Landkreis Cloppenburg mit 280,4.

Inzidenz noch unter 50

„Wir sind mitten drin in einer rollenden Welle, und Friesland bleibt nicht verschont“, sagte am Freitag Amtsärztin Dr. Silke Sell im wöchentlichen Corona-Pressegespräch. Derzeit liege die Inzidenz zwar immerhin noch unter 50. „Aber fraglich ist, wie lange wir das noch halten können.“

Die Testkapazitäten seien nicht mehr so hoch wie bisher, und man vermutet, dass es deutschlandweit wohl eine sehr hohe Dunkelziffer an Infektionen gibt, meinte Silke Sell. „Noch stehen wir in Friesland gut da, aber es ist zu erwarten, dass es schwieriger wird.“ Was getan werden kann? Kontaktnachverfolgung und frühe Unterbrechung der Infektionskette – beides laufe in Friesland derzeit sehr gut, sagte die Amtsärztin.

Darüber hinaus sind die mobilen Impfteams im Einsatz, die auch immer noch einige Erstimpflinge erreichen. Die aktuelle Impfquote (Stand 31. Oktober, weil nicht mehr so oft aktualisiert wird): 68,6 Prozent sind in Friesland vollständig geimpft, das sind 67 895 Menschen.

Die mobilen Impfteams haben nun auch schon 1310 Impfungen in Alten- und Pflegeheimen durchgeführt, davon 1275 Auffrischungen – der Rest waren Erstimpfungen. Am Montag wird noch in einem Heim geimpft, dann sind alle 21 Einrichtungen in Friesland mit einem Angebot versorgt worden. „Darauf sind wir stolz, denn in ganz Deutschland sind bislang rund 2 Millionen Boosterimpfungen vorgenommen worden, insbesondere in Alten- und Pflegeheimen ist die Quote niedrig, was Gesundheitsminister Jens Spahn kürzlich kritisierte“, sagte Ambrosy.


Nächste Impfaktion

In der kommenden Woche – am Dienstag, 9. November – ist wieder ein öffentlicher Impftermin. Die Johanniter sind dann bei der Elisa-Kauffeld-Oberschule in Jever. Dort werden nicht nur Schüler geimpft, jeder Bürger kann in der Zeit zwischen 16 und 19 Uhr kommen.

Und wer darf sich dort impfen lassen?

Neben den normalen Erst- und Zweitimpfungen wird geboostert, also aufgefrischt. Dafür muss die letzte Impfung mindestens sechs Monate her sein und zusätzlich

+ die Person älter als 70 Jahre alt sein oder

+ zum Pflegepersonal gehören. Eine Ausnahme gibt es bei der Impfung mit Johnson &Johnson: Hier gibt es eine generelle Empfehlung, dass mindestens 4 Wochen nach der letzten Impfung und unabhängig vom Alter mit einem mRNA-Impfstoff aufgefrischt werden darf.

Diskutiert wird derzeit noch, ob die Boosterimpfungen für alle freigegeben wird – dafür gibt es derzeit aber noch keine Empfehlungen von der Ständigen Impfkommission (Stiko), berichtete Silke Sell.

Bisherige Impfaktionen

Bisherige Impfaktionen: Die mobilen Impfteams bieten Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen an bestimmten Tagen zu Impfaktionen an. Sie waren vergangene und diese Woche beim „LaOLa“-Kirmespark, auf dem Wochenmarkt in Schortens und in Hohenkirchen. Dabei wurden folgende Impfungen vorgenommen, wie Amtsärztin Dr. Silke Sell gestern berichtete:

76 Erstimpfungen

8 Zweitimpfungen

43 Boosterimpfungen und

114 Booster auf Johnson & Johnson

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
„Sylt oben links nicht rechts“, steht auf einem Plakat, das eine Frau bei einer Mahnwache am Sonntag auf Sylt in der Hand hält. In Niedersachsen sind dem LKA 28 Fälle von Umdichtungen bekannt.

RECHTSEXTREME GESÄNGE ZU PARTY-HIT Auf Grölen von Parolen können Freiheitsstrafen folgen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Ein Stein vom Herzen gefallen: Kickers-Vorsitzender Hendrik Poppinga und Schatzmeisterin Ute Specht haben für den Verein zig Stunden mit Bilanzen und Paragrafen verbracht.

KICKERS-EMDEN-GMBH „Wir sind nicht das Man City von Emden“ – So geht es jetzt weiter beim Regionalligisten

Lars Möller
Emden
Kommentar
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump verlässt den Gerichtsaal des Strafgerichts in Manhattan

URTEIL GEGEN DONALD TRUMP Ein vorbestrafter Präsident?

Fridemann Diederichs Büro Berlin
Die Unfallstelle: Am Bahnübergang Liethe erinnerten ein Holzkreuz und Grablichter an das tragische Unglück, bei dem ein 52-jähriger Rasteder ums Leben kam.

NACH TÖDLICHEM BAHNUNFALL IN RASTEDE Anklage erhoben gegen Bahnsicherungsposten

Frank Jacob
Rastede
Klaus-Peter Wolf

KOLUMNE Romanfigur Rupert rettet Leben

Klaus-Peter Wolf
Ostfriesland