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Corona-Testzentren berichten Das kosten die Schnelltests in Friesland

Symbolbild

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Friesland - Negative Corona-Tests gelten besonders für Ungeimpfte als Voraussetzung für viele Bereiche des öffentlichen Lebens. Bisher war es möglich, sich kostenlos in den Testzentren testen zu lassen. Doch am Montag endet dieses Angebot von Bund und Ländern für die meisten Bürgerinnen und Bürger. Wer sich künftig auf das Virus testen lassen will, muss selbst zahlen. Vorgaben vom Land bezüglich der Preise gibt es allerdings keine. Wie viel die Tests künftig kosten und wo sie überhaupt noch möglich sind, berichten Testzentren aus Friesland.

Jever/Wangerland

Für sie bleiben Tests kostenlos

Folgende Personengruppen können sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums auch weiterhin kostenlos testen lassen:

Kinder unter zwölf Jahren sowie Kinder, die erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind. Der Nachweis erfolgt durch die Vorlage eines Lichtbildausweises.

Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Sie müssen ein ärztliches Attest vorlegen.

Eine Übergangsfrist gibt es bis zum 31.Dezember für Kinder und Jugendliche (Lichtbildausweis), Schwangere und Stillende (Mutterpass bzw. Geburtsurkunde des Kindes) und Studierende aus dem Ausland, die mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurden. Studierende müssen ihre Studienbescheinigung sowie den Impfausweis vorlegen.

Personen die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen. Auch hier ist ein entsprechender Nachweis vorzulegen.

Die Betreiber der Testzentren weisen darauf hin, dass für einen kostenlosen Schnelltest die entsprechenden Nachweise inklusive Lichtbildausweis vorgelegt werden müssen. Andernfalls ist ein kostenloser Schnelltest nicht möglich.

Dass der Mehraufwand die personellen Kapazitäten des Testzentrums sprengen könnte, vermutet Beier nicht. In Jever seien die Zahlen schon vor der Kostenpflicht pro Schicht im einstelligen Bereich gewesen. Im Wangerland käme es durch Urlauber zwar zu mehr Tests, doch auch diese blieben im Rahmen.

Sande

Schließen wird ab Montag das DRK-Testzentrum am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch in Sande. Aufgrund des höheren Aufwands und personeller Engpässe sei es laut einer Mitarbeiterin des DRK nicht möglich, mit den neuen Vorgaben weiter zu testen.

Von der Schließung betroffen sein werden auch Besucher des Krankenhauses. „Bei uns gilt die 3G-Regel. Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen für den Einlass einen negativen Corona-Test vorweisen“, sagt Frank Gemeroth, Geschäftsführer des Krankenhauses. Dass die neue Situation mit dem Wegfall des Testzentrums direkt vor der Tür Krankenbesuche durchaus erschwere, wisse er. „Wir bedauern das sehr, können uns aber nicht über die Vorschriften hinwegsetzen“, so der Geschäftsführer.

Zetel

Auch die Drive-In-Station in Zetel wird geöffnet bleiben. Ein Test kostet 15 Euro und muss bar bezahlt werden. Betreiberin Jennifer Fejes sieht in dieser Umstellung nicht das größte Problem. „Am Anfang hat das Testen ja auch Geld gekostet. Aber wir wissen noch nicht, wie wir mit den Leuten umgehen sollen, die nichts für den Test zahlen müssen“, so Fejes. Dürfen beziehungsweise müssen die Testzentren die Nachweise der Leute für ihre eigenen Unterlagen dokumentieren? Das wisse sie noch nicht. „Und dann gibt es ja auch noch den Datenschutz“, so Fejes.


Schortens

15 Euro wird das Testen künftig auch bei der Drive-In-Teststation der Firma Sabine Schröter in Schortens kosten. Gezahlt werden könne bar oder per Girocard. Ob das Testzentrum jedoch dauerhaft geöffnet bleibe, stehe laut Verkaufsleiter Achim Schröter noch nicht fest. „Wir versuchen, das Testzentrum weiter zu betreiben. Aber wir müssen auch gucken, ob die Kunden überhaupt weiter zu uns kommen“, sagt Schröter, der schon Anfang Oktober einen deutlichen Rückgang an Testwilligen feststellte.

Frank Gemeroth weist zudem darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger bestenfalls schon vor ihrem Besuch im Krankenhaus die App „Vida“ auf ihr Smartphone laden. Diese dient – ähnlich wie die Luca-App – der Kontaktnachverfolgung, ist jedoch speziell auf Krankenhäuser ausgelegt.

Svenja Gabriel-Jürgens
Svenja Gabriel-Jürgens Redaktion Jever, Redaktion Varel
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