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NWZonline.de Region Friesland

Coronaentwicklung in Friesland: „Inzidenz wird über 100 steigen“

27.11.2020

Friesland Der Landkreis Friesland wird den Inzidenzwert von 100 in der Statistik des Landesgesundheitsamts (NLGA), der für die Anwendung von Maßnahmen in der Corona-Pandemie maßgeblich ist, vermutlich an diesem Freitag, 27. November, überschreiten. Das sagte Frieslands Landrat Sven Ambrosy am Donnerstag. Da lag der Inzidenzwert laut NLGA noch bei 90,2 Fällen pro 100 000 Einwohnern.

Impfzentrum in Friesland

Die Kreisverwaltung arbeitet mit Unterstützung des Gesundheitsamts mit Hochdruck am Aufbau eines Impfzentrums für Friesland. Laut Innenministerium sollen die Impfzentren in Niedersachsen bis zum 15. Dezember funktionsfähig sein.

Derzeit werden Liegenschaften geprüft. „Wir sind trotz offener Fragen guter Dinge, dass wir das schaffen“, sagte Bernd Niebuhr, Dezernent für Recht und Ordnung. Noch sei etwa unklar, welcher Impfstoff zum Einsatz kommt.

Der sprunghafte Anstieg im Kreis lässt sich laut Ambrosy vor allem auf das Infektionsgeschehen in der GPS-Werkstatt in Jeringhave zurückführen: „So einen sehr hohen Anstieg innerhalb eines Tages haben wir zum ersten Mal“, sagte er. Derzeit gehen Verwaltung und Gesundheitsamt aber noch davon aus, dass es sich um ein abgrenzbares Geschehen handelt. „Wir haben keine Flächenwelle und kein diffuses Infektionsgeschehen“, sagte Ambrosy.

Befreiung von der Maskenpflicht

Der Landkreis Friesland und das Gesundheitsamt weisen darauf hin, dass ein Attest, das eine Person von der Maskenpflicht befreit, Formalrecht genügen muss. Es reiche nicht, wenn dort nur stehe „aus gesundheitlichen Gründen“, so Landrat Sven Ambrosy. Stattdessen müsse dort die Krankheit genannt werden, die das Masken-Tragen verhindere. Datenschutzbedenken müsse man gegenüber einer Behörde nicht haben, meinte der Landrat.

Dennoch: In der GPS in Jeringhave waren 200 Mitarbeiter und Beschäftigte auf das Virus getestet worden, nachdem am Wochenende bekannt geworden war, dass sich fünf Personen infiziert hatten. „Das Problem bei so einer großen Einrichtung ist, dass es bei der Kontaktverfolgung nicht nur um die Werkstätten geht“, sagt Dr. Thomas Fuchs, Leiter des Gesundheitsamts Friesland. „Es geht auch um zwei Wohnheime für behinderte Menschen im Südkreis. Im Wiki-Wohnheim in Zetel zum Beispiel ist auch eine Gruppe, die in die GPS-Werkstatt am Hillernsen Hamm in Jever geht“, erklärt Fuchs. Hinzu komme die ambulante Wohnbetreuung der Behinderten und die Fahrdienste – „ein riesiges komplexes Gebilde“, so Fuchs. Trotz sehr ausgefeilter Hygienekonzepte etwa bei den Fahrdiensten bleibe ein Restrisiko. Dieses Risiko sei vorhanden und habe sich jetzt bewahrheitet. „Gerade bei diesen so genannten vulnerablen, also besonders verletzlichen Gruppen, sind die Abstandsregeln teils sehr schwer einzuhalten“, sagt Ambrosy. Und sei das Virus erst dort angekommen, dann entfache sich eine Dynamik.

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Corona an Schulen

Steigt die 7-Tages-Inzidenz am Freitag, 27. November, in Friesland laut NLGA über 100, dann müssen drei Schulen in den Schichtbetrieb (Szenario B) wechseln:
 Oberschule Varel
 Oberschule Obenstrohe
 IGS Friesland Nord

Hintergrund ist ein Erlass des Kultusministeriums, der besagt, dass ab einem Inzidenzwert von 100 die Schulen, die derzeit von einer Infektionsschutzmaßnahme (in der Regel für die Dauer von 14 Tagen) betroffen sind, ihre Klassen teilen müssen. Dabei muss es sich um eine Maßnahme handeln, die vom Gesundheitsamt angeordnet wurde und mindestens eine Lerngruppe betrifft, die sich etwa in Quarantäne befindet.

Ab Dienstag, 1. Dezember, treten dann neue Corona-Regeln des Kultusministeriums in Kraft. Dann gilt das Wechselmodell unabhängig von Infektionsschutzmaßnahmen des Gesundheitsamts an Schulen wohl erst ab einer Inzidenz von 200.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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