Friesland - Die Maskenpflicht im Fernverkehr fällt, die Isolationspflicht für Corona-Infizierte in Niedersachsen endet am 31. Januar, die Testverordnung läuft wohl am 28. Februar aus: Alles Schritte, die das offizielle Ende der Corona-Zeit und damit auch das Ende der Testzentren einläuten.
Die Betreiber der noch bestehenden Testzentren bereiten sich auf die Schließung zum 28. Februar vor, denn danach werden die Testabstriche nicht mehr vom Bund vergütet. Das Infektionsschutzgesetz hingegen bleibt noch bis zum 7. April bestehen. „Dann beginnt die warme Jahreszeit – und bis dahin würde ich die Testzentren eigentlich gern weiterbetreiben“, sagt Dr. Stefanie Beier, die in Jever am Brillenbrunnen und in Schortens beim „Aqua Fit“ jeweils eine Teststation betreibt.
Ein Auslaufen der Vergütung, die ein Schließen der Testzentren nach sich zieht, halten viele Menschen für verfrüht. „Dass die Tests auch weiterhin notwendig sind, merkt die Politik vielleicht erst nach Auslaufen der Verordnung – dann habe ich meine Mitarbeiter aber bereits entlassen“, erklärt Stefanie Beier, die das Testzentrum in Jevers Fußgängerzone seit April 2021 betreibt – und zwar durchgängig.
Immer wieder änderten sich die Corona- und Testregeln, immer wieder mussten sich die Testzentren deshalb auf neue Vorschriften einstellen – von langen Schlangen bis hin zu flauen Wochen haben die Mitarbeiter in den Testzentren alles mitgemacht. „Für uns war das eine betriebswirtschaftliche Herausforderung“, sagt Beier. Andere Testzentren haben in den betriebswirtschaftlich mauen Zeiten geschlossen, wiederum andere ihre Öffnungszeiten angepasst.
Der Bedarf scheint weiterhin da zu sein. „Wir haben in Jever und Schortens zwischen 150 und 180 Tests am Tag – die meisten benötigen den Nachweis für Besuche im Pflegeheim oder Krankenhaus“, berichtet Beier.
