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Bildungsregion Friesland Elf Jahre lang im Hintergrund ein Netzwerk aufgebaut

Wolfgang Niemann

Friesland - Als die „Bildungsregion Friesland“ am 1. August 2011 ihre Arbeit aufnahm, war Reinhold Harms der erster hauptamtliche Leiter. Soeben in den Ruhestand verabschiedet, erinnert sich der Hooksieler an die Anfänge. Gemeinsam mit Ann-Kathrin Cramer (vormals Wehmeyer), mit der sich Harms die Arbeit seit 2015 teilt, erläutert er den Verbund, der unter anderem Lernorte verbinden soll.

Eher im Hintergrund aktiv

Wenn die „Bildungsregion“ – die es inzwischen in fast allen Landkreisen des Landes gibt – in der Öffentlichkeit nicht so bekannt ist, so liege das daran, dass sie im wesentlichen Hintergrundarbeit leiste, betont Harms. Er selbst hat manche Fäden als eine Art Bildungskoordinator geknüpft. Ein „Netzwerk für gute Bildung“ ist also das zentrale Stichwort. Und der Grundsatz lautet: „Getrennte Zuständigkeiten aber gemeinsame Verantwortung“.

Seit dem Start der Bildungsregion Friesland wurden so unter anderem Verbindungen zu 15 „außerschulischen Lernorten“ geschaffen – dazu gehören die Nationalparkhäuser in Dangast und Minsen, das Gröschler-Haus in Jever und das Regionale Umweltzentrum (RUZ) in Schortens. Zwecks Chancengleichheit für alle Schüler werden Gelder eingesetzt, wie Zuschüsse zu den Fahrkosten – wenn zum Beispiel ein Schüler aus Bockhorn das Küstenmuseum Wilhelmshaven besuchen möchte. Aktuell steht neben dem Schwerpunktthema Digitalisierung ein Schwimmprojekt im Mittelpunkt. „Nur die Hälfte aller Grundschüler kann schwimmen“, sagt Harms. Man stehe deshalb in Kontakt mit der DLRG, der Wangerland Touristik und anderen Ansprechpartnern.

Im Übrigen stünden die Bildungsregionen Weser-Ems auch in enger Verbindung. Wobei Friesland aber immer noch beispielhaft sei, wie Harms betont. Deshalb geht der 65-Jährige auch nur ungern geht, verrät er. Ein Nachfolger sei aber bereits gefunden worden.

Die Anfänge

Die Vorarbeit und den Anschubleisteten Volker Beier (Dezernent in der Landesschulbehörde) und Nanette Poerschke (Grundschulrektorin aus Varel). Der Landkreis Friesland und seine Kommunen sprachen sich sogleich für das Modell aus.


Zum Start ging es vorrangig um Inklusion sowie um die Übergänge zwischen Bildungsgängen und Beruf. Das Kultusministerium unterstützte das Projekt, indem es eine volle Lehrerstelle zur Verfügung stellte. Das war für die Bildungsregion Friesland Reinhold Harms, bis dahin noch an der Marion-Dönhoff-Realsschule in Wilhelmshaven tätig.

Der Landkreis kümmerte sich um das Büro im Komplex der Berufsbildenden Schulen Jever sowie um eine Mitarbeiterin. Hinzu kam Geld von Landkreis und Kommunen.

Friesland war damit ein Vorreiter in Niedersachsen. Nun galt es aber, die Idee mit Leben zu füllen. Dafür trat zunächst die Steuerungsgruppe zusammen, die jede Bildungsregion einrichtet.

Für die Entwicklung der unterschiedlichen Projekte arbeiten dort Vertreter aus dem Kita-Bereich, den Schulen und der Kommunen sowie von der Regierungsschulbehörde (heute „Regionales Landesamt für Schule und Bildung“) zusammen, auch der Eltern- und Schülerrat des Kreises sind beteiligt.

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