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Fairtrade in Friesland Einsatz für eine gerechtere Welt

Freya Adameck

Friesland - „Wir sind Fairtrade-Landkreis“, freut sich Pastor Dirk Strobel. Bereits im vergangenen Jahr erfüllte der Kreis Friesland alle Kriterien und bekam das Zertifikat vom Verein „TransFair“ verliehen. Die Feier dazu holten die Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde und des Landkreises am Freitag in der Schlosskirche in Varel nach. Parallel dazu eröffneten sie die Ausstellung „Vor Ort globale Gerechtigkeit.“

Seit drei Jahren arbeitete der Landkreis daran, die Kriterien für das Fairhandel-Zertifikat zu erfüllen. Unter anderem muss der Kreis mindestens 20 Einzelhandelsgeschäfte und zehn Gaststätten vorweisen können, die je drei fair gehandelte Produkte anbieten. Dazu ist es wichtig, dass sich auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen mit dem Thema befassen.

Nur ein Startschuss

„Wir dürfen die erreichten Ziele feiern, gleichzeitig ist dies ein Startschuss für mehr“, sagte Pastor Strobel zum Auftakt in der Schlosskirche. Rund 20 Gäste nahmen unter Corona-Bedingungen auf den Sitzbänken Platz. Zwischen den Reden spielte das Musik-Ensemble „Blattgold“ aus Jever.

„Natürlich werden wird den Bogen noch weiter spannen und noch mehr unternehmen“, sagte Landrat Sven Ambrosy (SPD). Er betonte, wie wichtig gerade für Friesland, einer Küstenregion, die vom Klimawandel stark betroffen sei, das Thema Nachhaltigkeit ist.

Auch die Stadt Varel selbst versuchte Fairtrade-Stadt zu werden. Letztendlich entschieden sich aber zu viele Stimmen im Rat gegen das Ziel. „Der faire Handel ist so wichtig für unsere Welt. Wenn ich darüber nachdenke, welche Chancen wir schon verpasst haben, kommen mir ein bisschen die Tränen“, sagt Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner. „Die nachfolgenden Generationen haben einen Anspruch auf eine nachhaltige Welt“, sagte Hanspeter Boos, Umweltbeauftragter der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Varel.


Infos zur Globalisierung

Wie die Globalisierung unseren Alltag prägt, zeigt die Wanderausstellung „Vor Ort für Gerechtigkeit“ des Verbandes Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN). Darstellungen auf sechs Pappsäulen informieren über Entwicklungspolitik und globale Wirtschaft und ihre Auswirkungen. Auf der ersten Säule im Eingangsbereich der Schlosskirche sind die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zusammengetragen.

Für zwei Wochen wird die Ausstellung in Varel zu sehen sein. Auch Schulklassen können sie besuchen. Danach wird sie in der Stadtkirche in Jever aufgestellt.

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