Friesland - Im vergangenen Jahr hat es Fortschritte beim Niedersächsichen Weg gegeben, der unter anderem gemeinsam von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland und dem Runden Tisch Naturschutz in Friesland umgesetzt wird. Das erklärt der Landkreis Friesland in einer Pressemitteilung. Der Niedersächsische Weg stellt ein bundesweit einzigartiges Naturschutzbündnis zwischen Landesregierung, Landvolk Niedersachsen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen und den Naturschutzverbänden Nabu und BUND dar. 2020 wurde im Rahmen des Niedersächsischen Weges ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stärkung und Förderung der Biodiversität im ländlichen Raum vereinbart. Das Ziel: Natur-, Arten- und Gewässerschutz sollen gemeinsam vorangebracht werden.
Im Landkreis Friesland wurden im Rahmen des Niedersächsischen Weges 2023 unter anderem Alleen und Wallhecken kartiert. Dadurch konnte ein Überblick über den aktuellen Bestand gewonnen werden, der als Grundlage dient, um Alleen unter Schutz zu stellen und die Pflege der Wallhecken auszubauen. Die Kosten des Projektes belaufen sich auf circa 65.000 Euro. Die Höhe der Fördermittel beträgt rund 26.000 Euro.
Zudem wurde damit begonnen, artenreiche Weiden und Mähwiesen im Landkreis Friesland zu kartieren, die neu in den gesetzlichen Biotopschutz aufgenommen wurden. Für Flächen, die neu unter den Biotopschutz fallen, kann mit Verweis auf das Ergebnis der Kartierung ein Erschwernisausgleich bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beantragt werden.
Weiterhin engagiert sich der Landkreis in Kooperation mit dem Thünen-Institut in Braunschweig beim Monitoring von Wildbienen und hat dazu an mehreren Stellen im Landkreis Friesland Nisthilfen aufgestellt, um die Verbreitung der Insektenarten zu erfassen.
