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NWZonline.de Region Friesland

Frieslands Landfrauen kritisieren Flächenfraß: So geht es nicht weiter

05.12.2020

Friesland Alle fünf Minuten werden in Deutschland 2000 Quadratmeter Fläche versiegelt. Das sind rund 60 Hektar am Tag, die der Landwirtschaft verloren gehen.

„Das darf so nicht weitergehen“, fordern die Sprecherinnen der Interessengemeinschaft „Landfrauen und Landwirtschaft“. Die Projektgruppe ist dem Kreislandfrauenverband Friesland-Wilhelmshaven angegliedert und behandelt ausschließlich landwirtschaftliche Themen.

Bebauung nimmt zu

An diesem Samstag, 5. Dezember, ist Internationaler Tag des Bodens – das nehmen die Landfrauen zum Anlass, um auf den Flächenfraß in Deutschland und weltweit hinzuweisen. „Wir beobachten mit zunehmender Sorge die stetige Versiegelung landwirtschaftlich genutzter Flächen – ein weiter so darf es nicht geben“, so die Sprechergruppe.

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Der 5. Dezember

wurde 2002 von der Internationalen Bodenkundlichen Union zum „Tag des Bodens“ ernannt. Mit ihm soll ein jährliches Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden gesetzt und für den Bodenschutz geworben werden. Alljährlich wird eine Bodenart als Boden des Jahres ausgelobt. Der Boden des Jahres 2020 ist der Watt-Boden.

Rund die Hälfte der Flächen in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Der Anteil der Landwirtschaft sinkt jedoch – stattdessen wachsen die Flächen für Siedlungen, Verkehr, Industrie und Gewerbe weiter. Gerade im Umland der Städte sei der Verlust landwirtschaftlicher Flächen deutlich zu spüren. „Eigentlich wird die Fläche doppelt entzogen – zum einen für die Bebauung und zum anderen muss eine Kompensationsfläche ausgewiesen werden. Und die Kompensationsfläche darf nicht mehr intensiv landwirtschaftlich genutzt werden“, so die Landfrauen.

Laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen wird bis 2030 die Bevölkerung weltweit um rund 20 Prozent wachsen. „Das bedeutet auch, dass wir mehr Nahrung benötigen.“ Standen 1960 weltweit jedem Menschen noch durchschnittlich 0,5 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche für die Ernährung zur Verfügung sind es heute nur noch 0,2 Hektar.

Fruchtbarer Boden knapp

„Fruchtbarer Boden wird in naher Zukunft ein knappes Gut – er sichert nicht nur unsere Ernährung, sondern dient auch dem Klimaschutz“, betonen die Landfrauen der Interessengemeinschaft. Laut Thünen-Institut in Braunschweig speichern landwirtschaftliche Flächen insgesamt zweieinhalb Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Das ist elfmal so viel wie Deutschland im Jahr 2016 an CO2 abgegeben hat.

„Landwirtschaftliche Flächen sind Lebensgrundlage und gehören geschätzt – und das nicht nur am Weltbodentag“, so die Sprechergruppe der Interessengemeinschaft.

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