Friesland - Glatte Straßen, vereiste Fuß- und Radwege, überfrorene Start- und Landebahnen sowie zusammengeschobene Schneemassen an Fahrbahnrändern und Kreuzungen: Der Wintereinbruch am vergangenen Freitag sorgte auch am Wochenende noch für so manche Einschränkung. Zum Beispiel bei der Frisia-Luftverkehr GmbH in Harle. Die ersten Flüge der Inselflieger waren am Freitagmorgen noch regulär gestartet, doch bereits wenig später ging nichts mehr. Und daran sollte sich auch erst einmal nichts ändern: Kein einziger Flieger ging am Samstag von und nach Wangerooge, Starts und Landungen waren aufgrund des überfrierenden Niederschlags nicht möglich. Auf der Insel war zwar geräumt worden, doch die Start- und Landebahn in Harlesiel war noch zu stark vereist.

So blieb nur die Möglichkeit, das Schiff zu nehmen. Aufgrund des Sonderfahrplans, der noch bis zum 14. Februar gilt, verkehrt jedoch momentan nur die MS Jens Albrecht III – die kleinste Fähre, bei der die Gäste ihr Gepäck selbst mit an Bord nehmen. Die Folge: Im Salon war es proppevoll, die Fahrgäste saßen (zwar mit Maske) dicht an dicht auf den Bänken.

Auf Wangerooge war Hannes Gerdes von der Kurverwaltung damit beschäftigt, die für die Versorgung wichtigen Inselwege von den Schneemassen zu befreien. In zwei Tagen fuhr er mit seinem Winterdienstfahrzeug insgesamt 100 Kilometer, um alle Versorgungsstraßen und den Flugplatzbereich zu räumen. Einen so starken Wintereinbruch hatte es auf der Insel Wangerooge übrigens das letzte Mal vor elf Jahren gegeben.

Das Winterwetter führte auch zu etlichen Unfällen, unter anderem am Freitagnachmittag auf der Jeverschen Straße in Jever. Hier war ein Auto gegen ein Straßenschild gefahren, das anschließend umgekippt war. Der Verursacher war einfach weitergefahren. Zwölf witterungsbedingte Unfälle mit Blechschäden meldete zudem die Polizei Varel.
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Eine Auswahl der schönsten Winterimpressionen aus dem Jeverland auf: