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NWZonline.de Region Friesland

Das fordern die Hebammen Frieslands

04.05.2019

Friesland Es wird viel lamentiert über Hebammenmangel, über schlechte Arbeitsbedingungen der Hebammen – aber auch über die Akademisierung der Hebammen-Ausbildung. „Die Politik sitzt die Misere gnadenlos aus und Gesundheitsminister Jens Spahn hat nicht wirklich Lösungsansätze zu bieten“: Die Hebammen Frieslands – Christina Harms-Janßen, Fenna Wardenburg, Helgrit Sudholz, Lina Feine, Nicole Egberts, Petra Mai, Silke Nürnberger, Stefanie Jürgens und Andrea Wolken – haben zum Hebammentag am 5. Mai Forderungen formuliert.

Es muss endlich etwas passieren, da sind sich auch die friesischen Hebammen einig.  Was ist heute mit einer 1:1-Betreuung?
 Gibt es nur noch Quantität statt Qualität?
 Wer unterstützt die vorhandenen Geburtsstationen?  Wer garantiert genug Zeit für die Betreuung von Frauen, dafür, dass sie selbstbestimmt und in Würde gebären können?
 Wer schafft dauerhafte Lösungen für das Problem der steigenden Haftpflichtbeiträge?
 Wer sorgt für angemessene Bezahlung, eine flächendeckende Versorgung und die Akademisierung?

All diese Themen treiben auch Frieslands Hebammen um – sie wünschen sich Lösungen. Spürbar bleibt, dass immer mehr Kreißsäle schließen und die Frauen immer häufiger in Engpässe geraten. „Die freie Wahl des Geburtsorts ist heute fast schon eine Wunschvorstellung – ganz abgesehen von weiten Fahrtwegen, die werdende Eltern auf sich nehmen müssen“, bemängelt Frieslands Kreisdelegierte Hebamme Christina Harms-Janßen.

Auch Betreuungswünsche lassen sich oft nicht mehr erfüllen, weil Frauen sich noch immer zu spät um eine Hebamme bemühen. „Auch wenn man glauben könnte, es sei überall angekommen: hier noch mal der Aufruf an alle gynäkologischen Praxen der Region, ihre Schwangeren eher aufzuklären“, appellieren die Hebammen: Sobald der Schwangerschaftstest positiv ist, müssen Frauen sich eine Hebamme zur Betreuung vor, während und nach der Geburt suchen – sonst haben sie ein Problem.

Große Hoffnungen setzen die Hebammen in die Einrichtung der Hebammen-Studiengänge 2020: An den Studienstandort im Nordwesten stellen sie klare Anforderungen: gute Erreichbarkeit und zentrale Lage sind ein Muss; an der Hochschule muss möglich sein, dass die Disziplin sich entwickelt bis zur Habilitation, dass eigene Forschung möglich ist und dass interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Studiengang Medizin, Nähe zur Versorgungsforschung und möglichst eine internationale Anbindung gegeben sind.

„Wir stimmen der Forderung des Hebammenverbands voll zu, den Theorieanteil an der Uni Oldenburg zu verorten“, betonen Frieslands Hebammen. „Hebammenverband, Arbeitskreise und Kommunalpolitik sind aufgerufen Ideen zu entwickeln, damit wir die Praxisanteile der Ausbildung in der Region eingerichtet bekommen.“


Spezial:   www.nwzonline.de/hebammen-mangel 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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