FRIESLAND - Die am vergangenen Freitag im Internet angekündigten Amok-Drohungen gegen die Hauptschule und Realschule Schortens sind aufgeklärt und die Täter ermittelt: In beiden Fällen handelte es sich um zwölfjährige Schüler, berichtete die Polizei am Montag und bestätigte damit den Ermittlungserfolg von Freitag (die NWZ berichtete).

Die Kinder wollten sich mit ihrer Aktion „nur einen Spaß machen“ und räumten bei der Vernehmung durch die Polizei ein, „nicht über die Folgen nachgedacht“ zu haben.

Der Junge, der die Hauptschule bedrohte, hatte einen PC in einer öffentlichen Einrichtung genutzt und über eine Internetplattform die Drohung ins Netz gestellt. Eine 14-jährige Schülerin entdeckte die Nachricht und wandte sich an die Schulleitung. In seiner Befragung gab der Zwölfjährige in Gegenwart seiner Eltern die Tat zu.

Auch die zweite Amok-Ankündigung hat die Polizei schnell aufgeklärt: Ein zwölfjähriger Schüler hatte eine gleichaltrige Schulkameradin bereits in der Schule aufgefordert, in einem Chatroom eine entsprechende Nachricht zu den Ereignissen in Winnenden zu hinterlassen. Die Polizei konnte den Standort des Computers ermitteln und suchte die Adresse auf. Dort gab die zwölfjährige Tochter der Familie zu, die Amok-Ankündigung auf Druck ihres Schulkameraden ins Internet gestellt zu haben. Auch der an der Tat beteiligte Junge räumte in Gegenwart seiner Eltern die Tat ein. Die Computer der beiden Kinder wurden sichergestellt.

Die Eltern müssen sich darauf einstellen, für die Kosten des Polizeieinsatzes herangezogen zu werden.


Unterdessen hat es am Montag auch in Aurich und Norden im Internet Amok-Ankündigungen gegeben – die jugendlichen Urheber wurden ebenfalls ermittelt.