FRIESLAND - FRIESLAND/EB - An einer großen Fahrrad-Sternfahrt der Gegner der geplanten Küstenautobahn A22 aus den Landkreisen Friesland und Ammerland haben sich mehr als 200 Menschen beteiligt. Treffpunkt für die Radtour war Gut Almsee in Conneforde im Kreuzungsbereich diverser möglicher Trassenverläufe.

Der Vareler Landtagsabgeordnete Hanso Janßen (Grüne) ließ es sich wie zahlreiche Kommunalpolitiker fast aller Parteien nicht nehmen, ebenfalls dabei zu sein. Der Conneforder „Hausherr“ Bernhard Ohlenbusch begrüßte die Autobahngegner mit einem flammenden Appell, der drohenden Zerschneidung des hiesigen Lebensraumes durch eine weitere Autobahn und der damit verbundenen massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität seiner Heimat noch Einhalt zu gebieten.

Michael Wuttke, Sprecher der Bürgerinitiative „Südliches Friesland“, verdeutlichte unter dem Motto „Gleichgültigkeit ist die Gemeinheit der Untätigen“ insbesondere die drohenden Gesundheitsgefahren der A22 durch eine weitere Verlärmung der Region.

Begleitet vom Folkmusik-Duos Bartholdy sowie Gruppentanz mit Tanzlehrerin Birgit Wolf, verdeutlichten anschließend verschiedene Lokalpolitiker der Grünen und der UWG im Ammerland, wie wenig beide Landkreise von einer weiteren, dritten Autobahn in ihrem Bereich zu erwarten hätten. Dazu wurde auch auf wissenschaftliche Untersuchungen hingewiesen, die nach Ansicht der Politiker belegen, dass mittelfristig keine Arbeitsplätze vom Bau der A22 zu erwarten wären.

Abschließend nannte dann Hanso Janßen (MdL) Alternativen zur A22 für den zukünftigen Warenverkehr. Insbesondere die verstärkte Nutzung der Wasserwege auch für kürzere Distanzen werde seit einiger Zeit auch von der Europäischen Union voran getrieben.