FRIESLAND - Mit rund 31 000 Euro fördert die Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven in diesem Jahr Umweltschutzprojekte in der Region: So werden u. a. die Schaffung von Winterquartieren für Fledermäuse in Bunkern (BUND-Projekt), die Neuanlage von Wallhecken im Landkreis Wittmund, die Schäferei im Spolsener Moor und die Wiederherstellung der Vogelbrutinsel im Barghauser See in Wilhelmshaven gefördert.

Der Vorstand der Naturschutzstiftung aus Landrat Sven Ambrosy als Vorsitzendem, Erika Lach (Stadt Wilhelmshaven), Hartwig Conrads (Landkreis Wittmund) und Wolfgang Speth (Friesisches Brauhaus zu Jever) sowie Gäste von der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft hatte sich einige von der Stiftung betreute Flächen angesehen, die als Ausgleichsflächen für verschiedene Bauvorhaben in der Region dienen. So wurde eine 34 Hektar große Fläche in Warnsath aus der intensiven Nutzung genommen. Sie dient als Kompensationsfläche für die Gleis- und Schienenanbindungen des Jade-Weser-Ports.

„Bis aus einem intensiv genutzten Acker eine artenreiche Magerwiese wird, vergehen allerdings viele Jahre“ führte Armin Tuinmann, Geschäftsführer der Stiftung aus. Später soll ein auf alten Karten verzeichneter Flussarm wiederhergestellt werden. Auf einer weiteren Fläche bei Möns sind sogar noch Reste eines Niedermoores vorhanden. Die Fläche wird künftig komplett aus der Nutzung genommen, damit sich nach und nach wieder Röhricht entwickeln kann. Außerdem sollen zusätzliche Flachwasserbereiche angelegt werden.

„Unser Kind ist in kürzester Zeit ins Laufen gekommen und steht finanziell auf festen Beinen“, freute sich Frieslands Landrat Sven Ambrosy.

Schatzmeister Ingo Ritter bestätigte bei der Vorstellung der Jahresrechnung das positive Bild. „Normalerweise rechnet man bei Gründungen solcher Art mit einer Phase von fünf bis sechs Jahren, in der sich die Idee etablieren muss. Wir können nach nicht einmal 365 Tagen einen Gewinn von rund 47 000 Euro verzeichnen. Das ist wirklich ein großer Erfolg“, sagte er.