Friesland - Nur ein friesisches Männerteam hat im Landespokal der Straßenboßler des Klootschießer-Landesverbandes Oldenburg den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht. Dort bekommt es Verbandsligist Neustadtgödens nun mit Landesligist Schweewarden zu tun. Im zweiten Halbfinale treffen bis zum 30. Januar in einem Landesliga-Duell Spohle und Kreuzmoor/Bekhausen aufeinander.
Neustadtgödens (VL) - Reitland (LL) 1:0. Neustadtgödens warf auf eigener Strecke von Beginn an selbstbewusst. Der Gödenser Mannschaftsführer Ron Arians sagte: „Kein Landesligist wirft hier gern, weil wir mit acht Mann sicherlich jeden schlagen können.“ Ihr Können hatten die Friesen schon in der Saison 2018/19 eindrucksvoll bewiesen, als sie die Landesligisten Spohle, Halsbek und Reitland bezwangen und erst im Finale gegen Landesligisten Schweewarden Endstation war.
In der Gummigruppe setzte sich Neustadtgödens nun mit 45 Wurf durch (1,037). Reitland hatte mit der Holzkugel mit 47 Wurf (91 Meter) die Nase vorn.
Arians war glücklich: „Zum Glück ist im Pokal Verlass auf die Gummi. Gegen Schweewarden wollen wir uns für die Finalniederlage revanchieren.“
Reitlands Mannschaftsführer Hauke Freese sprach von einem verdienten Sieg der Gastgeber, war aber mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden: „In Neustadtgödens muss man echt gut besetzt sein, um dort zu gewinnen. Auf der Strecke sah es eigentlich immer ganz gut für uns aus, auch wenn es immer eng war.“ Vier Wurf vor dem Ziel habe die Holzgruppe einen fast zwei Schoet großen Vorsprung gehabt. Allerdings sei ein eigentlich guter Wurf nach rund 40 Metern in einer Pfütze liegen geblieben. „Sehr unglücklich“, meinte Freese.
Altjührden/Obenstrohe (Bezirksliga) - Schweewarden (LL) 1:6. Die Gäste waren gewarnt, hatten sie doch in der Vorsaison ersatzgeschwächt im Pokal in Altjührden verloren. „Wir hatten noch was gutzumachen“, sagte der Schweewarder Kapitän Stefan Freese. Die Holzgruppe habe sich diesmal mit einem dominanten Auftritt schon zur Wende mit fünf Schoet absetzen können. Auf der Rücktour zeigte sie Konstanz und holte mit 54 Wurf letztlich sechs Schoet und 77 Meter heraus.
Im Duell der Gummigruppen ging es hin und her. An der Wende führten die Gäste zwar mit einem Schoet. Doch letztlich siegte Altjührden nach 52 Wurf mit einem Schoet und 24 Metern. Altjührdens Sprecher Mathias Suhren sprach von einem souveränen Auftritt der Schweewarder Holzgruppe. Zugleich hätten die Leistungsträger seines Teams eine „katastrophale Tagesform“ gezeigt, die eingewechselten Werfer hingegen gute Leistungen gebracht: „Wir haben ab dem dritten Durchgang zu viele Fehler gemacht. Bis dahin war es ein Wettkampf auf Augenhöhe.“
Spohle (LL) - Bredehorn (LL) 2:0. Die Landesligisten kennen sich. In der Holz war es ein ausgeglichener knapper Wettkampf. Mit 54 Wurf setzte sich Bredehorn knapp mit 68 Metern durch. Den Ausschlag zugunsten des Titelverteidigers brachte die Gummi der Hausherren, die nach nur 48 Wurf mit 2,055 gewann.
Spohles Sprecher Keven Hoots sagte: „Aufgrund der starken Leistung der Gummi konnten wir uns durchsetzen.“ Das sah auch der Bredehorner Sprecher Rene Thye so: „Spohle war einfach konstanter in der Gummi.“
Waddewarden (BL) - Kreuzmoor (LL) 0:6. In der vorigen Runde hatten die Gastgeber den Landesmeister Grabstede rausgeworfen. Diesmal blieb eine Überraschung aus. Der Waddewarder Mannschaftsführer Arne Drieling sagte, dass die Gummi seines Teams zwar mitgehalten habe: „In der Holz reichte eine normale Leistung aber gegen einen Landesligisten nicht. Wir sind insgesamt sehr zufrieden, da wir im Wettbewerb zwei Vereine aus der Landesliga rausgeworfen haben.“
Waddewarden gewann gegen Kreuzmoor mit der Gummi mit 130 Metern nach 49 Wurf. Doch die Holz der Gäste holte nach 46 Wurf sechs Schoet und 32 Meter heraus. Kreuzmoors Spielführer Mathias Gerken zog ein positives Fazit. Die Holzgruppe sei schon gut gestartet. Das Team habe insgesamt einen guten Wettkampf gezeigt: „Zur Wende lagen wir bereits vier Schoet vorn. Es war schön, mal wieder eine andere, anspruchsvolle Strecke zu sehen.“
