Friesland/Oldenburg - Die Junge Union (JU) Friesland kritisiert den Bestehenden Entwurf zur Einrichtung einer Umweltzone in Oldenburg und warnt zugleich vor den möglichen sozialen und finanziellen Folgen. („Ohne Plakette bleiben Fahrer draußen, NWZ vom 24. Januar)

„Die hohen Mieten in Oldenburg zwingen den einkommensschwachen Teil der Bevölkerung, insbesondere junge Menschen, die in Oldenburg studieren, einer Ausbildungstätigkeit nachgehen oder sich im Berufseinstieg befinden, den täglichen Weg in die Innenstadt zu pendeln“, schrieb Hauke Ahlhorn, Kreisvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender der JU Niedersachsen.

Nicht immer seien öffentliche Verkehrsmittel nutzbar, insbesondere für Bewohner ländlicher Regionen um Oldenburg. Die für Fahrgemeinschaften genutzten Autos seien oft ältere Dieselfahrzeuge, die die von einer Umweltzone geforderte Euro-Norm nicht erfüllen können und somit die Oldenburger Innenstadt nicht länger befahren dürfen.

„Das könnte für die Besitzer dieser Fahrzeuge nun zum Verhängnis werden“ sagt Felix Janßen: „Denn der Erwerb eines neueren, schadstoffärmeren Autos ist schlichtweg nicht möglich.“ JU-Sprecher Johannes Mittler fordert „ein stimmiges Konzept unter Einbezug der umliegenden Kommunen, das die einkommensschwache Bevölkerung nicht benachteiligt und eine reibungslose Fahrt zu Arbeits- und Ausbildungsstellen für alle ermöglicht.“