Friesland - Nur eines von zwei im Halbfinale angetretenen friesischen Boßelteams hat am Sonntag den Einzug ins Endspiel des Landespokals perfekt gemacht. So lösten die Schweinebrücker Landesliga-Frauen mit einem 1:0-Arbeitssieg beim Kreisklassen-Team aus Stollhamm die Final-Fahrkarte. Dort treffen die Wehde-Werferinnen am 13. März auf Titelverteidiger Spohle. Der Landesliga-Rivale hatte zeitgleich beim Bezirksligisten Waddens mit 1:0 gewonnen.

Derweil war bei den Männern für Verbandsligist Neustadtgödens zu Hause gegen den klassenhöheren Landesligisten Schweewarden mit 0:12 Endstation. Für Letzteren kommt es am 13. März im Endspiel nun zu einem Wesermarsch-Duell mit Kreuzmoor, das sich knapp mit 1:0 beim Landesliga-Rivalen Spohle behaupten konnte.

Frauen: Stollhamm - Schweinebrück 0:1. Mit der Gummikugel legten die Favoritinnen aus Friesland zwei Schoet vor. Bis zur Wende konnten die Gastgeberinnen den Rückstand aber etwas verkleinern.

Mit der Holzkugel führten die Gastgeberinnen nach der ersten Kurve. Doch laut Stollhamms Kapitänin Inka Haase knickte Meike Ostendorf dann beim Anlauf um und zog sich einen Achillessehnenriss zu. „Es musste ein Krankenwagen kommen“, sagte Haase. Da die Gastgeberinnen nur zu viert angetreten waren, holte die Kapitänin die routinierte Giesela Stuber aus der Mittagsstunde. Die Werferin aus der Altersklasse Frauen IV zeigte eine gute Leistung.

Allerdings gerieten die Stollhammerinnen in Rückstand. Letztlich verloren sie mit einem Schoet und 96 Metern. Die Gäste seien ein sehr starker Gegner gewesen, sagte Haase: „Ich bin stolz darauf, das wir überhaupt so weit gekommen sind.“


Schweinebrücks Kapitänin Astrid Hinrichs sagte, dass die eigene Gummi sich ein paar Fehler geleistet habe. Nach der Verletzungsunterbrechung habe das Team den Sieg mit sicheren und guten Würfen eingetütet. Aber: „Es war nicht leicht, dort zu gewinnen.“

Männer: Neustadtgödens - Schweewarden 0:12. Die Schweewarder stehen nach dem klaren Erfolg beim Favoritenschreck zum dritten Mal nach 2018 und 2019 im Finale. Die Butjenter setzten sich souverän durch. „In der Holz-Gruppe haben wir eine katastrophale Leistung geboten“, bedauerte der Gödenser Kapitän Ron Arians. „Die Gäste waren fast fehlerfrei“, fügte er hinzu und sprach von einer verdienten Niederlage.

Die Schweewarder Gummigruppe kam sehr gut aus den Startlöchern und leistete sich kaum Fehler. „Das war ein starker Wettkampf von uns allen“, sagte Sascha Freese. Die Gummi holte mit 45 Wurf ein Plus von drei Schoet und 50 Metern heraus.

Auch die Schweewarder Holzgruppe präsentierte sich in guter Verfassung. „Wir sind auf der Strecke gut zurechtgekommen und haben die Fehler des Gegners genutzt, um uns schon auf dem ersten Streckenabschnitt abzusetzen“, sagte Janik Bruns. Acht Schoet und 100 Meter standen bei 47 Wurf am Ende auf der Habenseite.