Friesland - Getreu dem bekannten Motto „Was lange währt, wird endlich gut“ starten an diesem Wochenende mit coronabedingter Verspätung Frieslands Tennismannschaften endlich in die neue Sommersaison. Die zeitliche Verschiebung des ersten Spieltages durch den Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) auf das zweite Juni-Wochenende hatte sogar einen positiven Nebeneffekt: Aufgrund der stark gesunkenen Inzidenzzahlen ist laut Erlasslage in Niedersachsen und Bremen sowohl im Einzel als auch im Doppel Tennis als Individual- und kontaktloser Sport möglich. Voraussetzung: eine Inzidenz unter 35.
Während sich Frieslands klassenhöchstes Frauenteam, die Damen 60 des MTV Jever, in der Nordliga noch bis Ende Juni, Anfang Juli gedulden müssen, stehen bei den Erwachsenen diverse anderen friesische Mannschaften an diesem Wochenende bereits erstmals wieder im Punktspielbetrieb am Netz.
Heimvorteil nutzen
Der TV Varel schickt insgesamt 14 Teams ins Titelrennen. Gleich zum Auftakt genießen einige von ihnen dabei Heimvorteil. So erwarten etwa die in der Verbandsklasse aufschlagenden Herren 30 an diesem Samstag um 14 Uhr den Huder TV auf der Tennisanlage am Vareler Wald zum ersten Kräftemessen.
Bei den Jugendmeisterschaften der Tennisregion Jade-Weser-Hunte waren auch Talente aus Friesland am Start. Bei den Junioren U 18 setzte sich Lasse Kliegelhöfer vom TV Varel in der ersten Runde mit 6:4, 6:4 gegen Jostein Henglein (TC Verden) durch. Im Achtelfinale unterlag er Leon Meyer vom Polizei SV Oldenburg knapp mit 4:6, 5:7.
Am Netz stand bei den Junioren U 12 Malte Holz (TV Varel). Er war im Auftaktspiel gegen den späteren Regionsmeister Ben Gorka (Oldenburger TeV) beim 0:6, 0:6 machtlos. Im Anschluss ging er auch im Halbfinale der Nebenrunde gegen Jonas Trümpler (Barrier TC) mit 2:6, 0:6 leer aus.
Pech hatte Charlotte Kliegelhöfer in ihrem Auftaktmatch der Juniorinnen U 16 gegen Minou Erlewein (Barrier TC). Die Varelerin musste sich am Ende hauchdünn mit 1:6, 6:2 und 7:10 geschlagen geben. Bei den Juniorinnen U 14 gewann Mia Nötzig, die für den Nindorfer TC aufläuft, aber regelmäßig beim TV Varel trainiert, ihr Achtelfinale noch klar mit 6:0, 6:0 gegen Lia Hemker (Oldenburger TeV). Im Viertelfinale war dann aber die spätere Meisterin Lea Kaemena (Club zur Vahr/1:6, 1:6) eine Nummer zu groß.
Derweil kann sich die erste Herrenmannschaft des TV Varel noch weiter in Ruhe auf ihre Saisonpremiere in der Verbandsliga vorbereiten. Schließlich ist man erst in zwei Wochen, sprich am Samstag, 26. Juni, ab 13 Uhr zu Hause gegen den Wilhelmshavener THC gefordert. Das Saisonziel des Vizemeisters des Vorjahres lautet: eine Platzierung unter den ersten Drei.
Darüber hinaus formuliert TVV-Sprecher Tim Kamps ein übergeordnetes Saisonziel, das alle Vareler, aber wohl auch alle gegnerischen Mannschaften so unterschreiben dürften: „Gerade in den ersten Punktspielen gilt es zunächst darum, den Rhythmus und Umgang mit der allgemeinen Wettkampfsituation wiederzufinden – gerade nach solch einer langen Spielpause.“
Gelungene Premiere
Unterdessen sind die Jugendteams bereits am vergangenen Wochenende in die neue Saison gestartet. Ein Auftakt nach Maß gelang dabei unter anderen den Junioren U 10 des TV Varel. Sie setzten sich beim TV Metjendorf deutlich mit 3:0 durch. In den Einzeln gaben sowohl Luke Fröllje als Nummer eins wie auch Piet Raddatz an Position zwei keinen einzigen Satz ab und setzten sich jeweils glatt mit 6:0, 6:0 durch.
Im Doppel ging es enger zu. Zunächst drehten Luke Stempfle und Piet Raddatz im ersten Satz einen 0:2-Rückstand noch in ein 6:3 um. Im zweiten Durchgang musste beim Stand von 6:6 dann ein Tie-Break ausgespielt werden, in dem die Vareler mit 7:2 die Oberhand behielten.
