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Tag des offenen Denkmals 2022 Tipps für den Aktionstag in Friesland

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff epd Jörg Stutz

Friesland - Niedersachsen beteiligt sich mit rund 400 Denkmälern am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 11. September. Und auch im Jeverland gibt es wieder einige Angebote.

Öffnungszeiten und Besonderheiten

Schlossmuseum Jever: Um 14 Uhr beginnt eine kostenlose Führung. Unter dem Motto: „Mit detektivischem Gespür auf Spurensuche im Schlossmuseum“ werden Besonderheiten des Schlosses beleuchtet. Geöffnet: 10 bis 18 Uhr.

Edo-Wiemken-Denkmal

Jever: Eine Führung beginnt um 15 Uhr unter dem Motto: „Spurensuche: letzte Geheimnisse des Edo Wiemken Grabmals“ (Stadtkirche Jever).

Stadtkirche Jever: Hier wird jeweils um 10, 12 und 15 Uhr eine Kombination aus einer Musikandacht und anschließender Kirchen- als auch Orgelführung angeboten. Beginnend zu den angegeben Zeiten finden zunächst etwa 20 minütige Musikandachten statt, gefolgt von einem Kirchenrundgang mit Erläuterungen und einer abschließenden Orgelführung auf der Empore. Die Gesamtdauer beträgt etwa 70 bis 75 Minuten (Kirchplatz).

Jüdischer Friedhof Jever: Führung über den jüdischen Friedhof mit Uta Esselborn und Hartmut Peters vom Arbeitskreis Gröschler-Haus um 15 Uhr an (Hohewarf 8).

Landrichterhaus Neustadtgödens: Kostenlose Gästeführung um 15 Uhr. In einer Ausstellung werden Materialien des mittelalterlichen Kirchenbaus ausgestellt. Einführungen in die Thematik gibt es um 12 und um 16.30 Uhr. Zudem gibt’s Vorführungen im Spinnen, Weben und ein Museumsquiz.

Oberahmer Peldemühle Neustadtgödens: 11 bis 13 Uhr

Wedelfelder Wasserschöpfmühle Neustadtgödens: 14 bis 17 Uhr

Kirche Neustadtgödens: 11 bis 17 Uhr

Ehemalige Synagoge, Neustadtgödens: 14 bis 17 Uhr

St. Joseph Neustadtgödens: 11 bis 17 Uhr

Historische Sielanlage Mariensiel: 10 bis 13 Uhr

Küsteum Altmarienhausen: 14 bis 18 Uhr

St.-Magnus-Kirche Sande: 9.30 bis 16 Uhr mit Führungen nach Bedarf (13.30 bis 15.30 Uhr)

Kunsthalle Wilhelmshaven: 11 bis 17 Uhr, Führung um 15 Uhr

Seriemer Mühle Neuharlingersiel: 13 bis 17 Uhr, mit Kaffee, Tee und Kuchen und Flohmarkt

Deutsches Sielhafenmuseum: Führung durch das historische Carolinensiel rund um den Museumshafen bis zur Deichkirche um 11 Uhr, Treffpunkt Groot Hus

Groot Hus: Führung in Carolinensiel um 14 Uhr

Banter Kirche: 13 bis 17 Uhr

Mehr zu den Einrichtungen und weitere Besonderheiten in der Region: www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm

Unter anderem lädt das Team der Schlachtmühle anlässlich des Tages wieder zum Apfelfest ein. Und auch im Schlossmuseum und im Gröschler-Haus werden besondere Führungen angeboten.

An diesen genannten Gebäuden nagt der Zahn der Zeit. In zum Teil aufwendigen Erhaltungsarbeiten wird versucht, diese einmaligen Zeitzeugen über Generationen hinweg der Öffentlichkeit weiter zugänglich zu machen. Mit dem „Tag des offenen Denkmals“ wird darauf noch einmal besonders hingewiesen.

Führung über den jüdischen Friedhof von Jever

Der Arbeitskreis Gröschler-Haus im Jeverländischen Altertums- und Heimatverein bietet zum Beispiel eine Führung über den jüdischen Friedhof von Jever an. Die 221 erhaltenen Grabstätten des Friedhofs in Hohewarf-Schenum sind das heute fast einzige sichtbare Zeugnis der Existenz einer jüdischen Geschichte in Jever, sie gleichen einem steinernen Buch der Erinnerung. Der älteste, erhaltene Grabstein auf dem 1779 errichteten Friedhof stammt aus dem Jahr 1795, der jüngste steht auf dem Grab des vor 40 Jahren in Jever verstorbenen Friedrich „Fritz“ Levy.

Nach den Zerstörungen in der Zeit des Nationalsozialismus wurden die umgeworfenen Grabsteine wieder aufgestellt und das Gelände neu bepflanzt. Federführend hierbei war der 1945 aus Zwangsarbeit in Berlin nach Jever zurückgekehrte Erich Levy (1891–1967), der in den 1930er-Jahren dem Vorstand der jüdischen Gemeinde angehört hatte. Levy ließ vor seinem Tod im hinteren Teil des Friedhofs zwei Mahnmale in Erinnerung an die Juden von Jever errichten. Auch wegen seiner gut erhaltenen Substanz ist der Friedhof ein für die gesamte Region bedeutsames Denkmal.

Motto lautet „KluturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“

Das Motto in diesem Jahr lautet übrigens „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mitteilte. „Wir möchten Besucher einladen, gemeinsam mit Experten den Blick für Details an Baudenkmalen zu schärfen und ihre Bedeutung zu entschlüsseln“, sagte DSD-Vorstand Steffen Skudelny. Bundesweit nehmen rund 5000 Denkmäler teil. Der „Tag des offenen Denkmals“ findet in Deutschland seit 1993 immer am zweiten Sonntag im September statt. Nach Angaben der Stiftung ist der „Tag des offenen Denkmals“ die größte Kulturveranstaltung in Deutschland.


Buntes Programm beim Apfelfest an der Schlachtmühle in Jever

Die Voraussetzungen für das Apfelfest rund um die jeversche Schlachtmühle könnten nicht besser sein. Die Bäume hängen laut Edzard de Buhr voll mit dem beliebten Kernobst, sodass am Sonntag, 11. September genug Rohware vorhanden ist. Diese Woche haben der Sprecher des Arbeitskreises Schlachtmühle und seine Mitstreiter das bunte Programm vorgestellt, bei dem sich jedoch nicht alles um „Malus domestica“ (so der lateinische Name für den Kulturapfel) drehen wird.

Bei der Aktion, die von 11 bis 17 Uhr stattfindet, handelt es sich um eine Veranstaltung anlässlich des Tags des offenen Denkmals. Mit von der Partie ist wieder das Schortenser Regionale Umweltzentrum (RUZ), das seine Saftpresse mitbringt. Im Mühlengarten ist Apfelpflücken angesagt. Und neben Kaffee, Tee und Kuchen sowie Bratwurst gibt es selbstverständlich auch Apfelpfannkuchen sowie Schmalzbrote mit Apfelscheiben. Es werden Marmelade und Honig sowie Kunstkarten verkauft.

Die Organisatoren haben auch an die Kinder gedacht. Unter anderem können die Jungen und Mädchen an einer Mini-Reeperbahn Seile drehen und mit Kinderfahrzeugen auf dem teilweise gesperrten Hooksweg ihre Runden drehen, in der Töpferwerkstatt findet zudem eine Keramikaktion statt.

Außerdem kann der Nachwuchs mit der Handmühle Korn mahlen und mit einer Quetsche Haferflocken herstellen. Wie bei den vergangenen Apfelfesten finden Führungen durch die Mühle und das angeschlossene Landwirtschaftsmuseum statt. Für Musik sorgt Gerd Paurat an der Drehorgel. Wie Edzard de Buhr im Pressegespräch gekannt gab, will der Arbeitskreis den museumspädagogischen Bereich der Mühle stärken. Da kam bei der Pressekonferenz eine 1000-Euro-Spende von Crista Liesen gerade recht. Die Jeveranerin ist Inhaberin der Galerie & Café „Landart“ am Kattrepel.

Aktion „Vom Korn zum Brot“ bei der jeverschen Schlachtmühle

 Vom 10. bis 14. Oktober bietet das Mühlen-Team für Kindergruppen und für Schulklassen (bis 7. Klasse) die Aktion „Vom Korn zum Brot“ an. Dabei können die Jungen und Mädchen erfahren, wie aus Korn Mehl und aus Mehl leckeres Brot entsteht (Informationen und Anmeldungen unter  04461 / 4212).

Regelrecht „überwältigt“ ist Edzard de Buhr von dem Besucheransturm während des Sommers. Seit Anfang September ist die Schlachtmühle nun sonnabends und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Mehr Infos unter www.schlachtmuehle.de

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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