Jever/Friesland - Über eine Spende in Höhe von 6250 Euro konnte sich jüngst der Förderverein Behindertensport Wilhelmshaven-Friesland freuen. Je 500 Euro hatten die Lions-Clubs Jever, Jever „Maria Wiemken“, Neuenburger Urwald, Schortens, Varel, Wangerooge, Wilhelmshaven, Wilhelmshaven-Jade, Wittmund und Zetel zusammengetragen. Die Stiftung Deutscher Lions stockte den Betrag auf den Endbetrag auf. Martin Krebs, Präsident des Lions-Clubs Jever, überreichte den symbolischen Spendencheck an Helmut Möhle, Vorsitzender des Fördervereins Behindertensport.
25-jähriges Bestehen
Eine solche Spende laufe nicht jeden Tag ein, erklärte Möhle, der sich zugleich über das 25-jährige Bestehen des Fördervereins in diesem Jahr freute. Gegründet wurde der Verein, als ein Sportler aus Wilhelmshaven 1996 an den Paralympics in Atlanta teilnehmen wollte. In seinem Renndreirad holte er damals Silber. „Die Herstellung seines Renndreirads kostete mehr als 5000 D-Mark. Das übernimmt keine Krankenkasse und keine Versicherung“, berichtete Möhle. Deshalb sei es wichtig, die Sportler zu unterstützen. In 25 Jahren habe der Verein mehr als 100.000 Euro an Sportler verteilen können.
Lions-Präsident Martin Krebs, freute sich außerdem darüber, dass die Clubs in Friesland und Wilhelmshaven die Spende gemeinsam ermöglichen konnten. Da seine Tochter als Sonderpädagogin an einer Förderschule unterrichte, sei ihm die Bedeutung des Behindertensports in besonderem Maße bewusst.
Paralympics-Siegerin zu Besuch
Ebenfalls bei der Spendenübergabe in Jever vor Ort: Kirsten Bruhn. Die Schwimmerin holte in 100 Metern Brust bei den Paralympics in den Jahren 2004, 2008 und 2012 die Goldmedaille. Sie besuchte in den vergangenen Wochen verschiedene Schulen in der Region: das Mariengymnasium, die Elisa-Kauffeld-Oberschule und die Paul-Sillus-Schule in Jever, das Lothar-Meyer-Gymnasium in Varel, die Cäcilienschule, die IGS und das Neue Gymnasium in Wilhelmshaven sowie das Niedersächsische Internatsgymnasium in Esens. In Folge einer inkompletten Querschnittslähmung nach einem Unfall vor einigen Jahren benötigt sie als Hilfsmittel einen Rollstuhl. „Mir geht es darum, den Kindern zu zeigen, dass sie auch mit Handicap sehr aktiv sein können“, so Bruhn.
