Friesland - Es ist eine Frage, die sich viele Eltern stellen: Macht man genug, um das Beste für die eigenen Kinder zu erreichen? Und was genau ist eigentlich das Beste? Immer wieder sei diese Frage bei den Schuleingangsuntersuchungen im Gesundheitsamt zu hören, berichtete Frieslands Landrat Sven Ambrosy gestern in einem Pressegespräch. Hinzu kommt, dass es immer neue Herausforderungen zu meistern gilt: Die zunehmende Berufstätigkeit beider Elternteile, die Digitalisierung und auch sprachliche Defizite sind Themen.
Auch die Fachleute in Kindertagesstätten und Schulen stellen sich die Frage, was das Beste ist. Im Gegensatz zu den Eltern können sie leichter auf Zahlen und Studien zurückgreifen. Eine Erkenntnis der Vergangenheit lautete, dass der Übergang vom Kindergarten zur Schule in der Vergangenheit nicht immer optimal verlief. Eine weitere ist laut den Experten, dass die frühkindliche Bildung – in der Altersspanne zwischen 1 und 6 Jahren – in der Vergangenheit zu kurz kam, wenn überhaupt von Bildung die Rede sein konnte. Dabei seien gerade diese Jahre prägend und die Kinder besonders aufnahmefähig für das spielerische Lernen, so Roland Ernst vom Jugendamt. Hier entscheide sich oft, wie hoch später die Lernmotivation ist und wie freudig Kinder der Bildung in der Schule gegenüberstehen.
Eine Fachwoche für frühkindliche Bildung, die vom 23. bis zum 28. März im Landkreis stattfindet, soll sich diverser Themen aus diesem Bereich widmen. Die Veranstaltungen richten sich sowohl an Fachkräfte aus dem Landkreis, den benachbarten Kreisen und Wilhelmshaven, aber auch an interessierte Eltern. Es gibt zudem auch ein Angebot für Kinder.
Auftakt in Varel
Den Auftakt bildet eine Eröffnungsveranstaltung am Montag, 23. März, um 14 Uhr im Kreisdienstleistungszentrum Varel. Nach einem Grußwort von Sven Ambrosy wird Ingrid Deserno-Grüttemeier vom Sprachbildungszentrum Oldenburg einen Vortrag über „Die Welt der Sprache am Übergang von der Kita zur Grundschule“ halten.
minister in Schortens
Schirmherr der Woche ist Niedersachsens Bildungsminister Grant Hendrik Tonne. Er wird am Dienstag, 24. März, um 14 Uhr im Bürgerhaus Schortens erwartet, wenn unter dem Motto „Bildung 2040 – Friesland im Gespräch, Ideen für die Zukunft“ gemeinsam überlegt werden soll, wie die Bildungslandschaft im Landkreis weiterentwickelt werden kann. Eingeladen sind auch politische Mandatsträger, die in den Räten die Voraussetzungen dafür schaffen. Der Landkreis engagiert sich schon seit Jahren in der Bildungsregion, die laut Ambrosy für ein besseres Miteinander aller Akteure gesorgt habe.
Angebot für Kinder
Für die Kinder reicht das Angebot von Sport und Tanz über die Kunst des Programmierens und Vorlese-Aktionen. Die Büchereien Sande und Schortens sowie die Mediothek Friedeburg beteiligen sich. In Zetel kann das Mini-Sportabzeichen erworben werden. Ein weiterer Höhepunkt für Kinder ist am Freitag, 28. März, um 16 Uhr im Bürgerhaus Schortens das Figurentheater „Die Complizen“ aus Hannover, die „Urmel aus dem Eis“ aufführen.
Anmeldung & Frist
Die Veranstaltungen, die im gesamten Kreisgebiet stattfinden, sind in einer Broschüre zusammengefasst, die auch online eingesehen werden kann. Eine Anmeldung ist erforderlich, die bis Sonntag, 8. März, vorliegen muss.
