Friesland/Wilhelmshaven - AWV-Präsident Tom Nietiedt sieht die Politik gefordert, eine Exit-Strategie für ganze Wirtschaftszweige zu entwickeln: „Eine gut gemeinte Flut an Informationen über Finanzierungshilfen und an arbeitsrechtlichen Ratschlägen überrollt die Unternehmen regelrecht“, beobachtet Lars Tornow, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbands Jade. Doch es sei von Unternehmern kaum zu leisten, alle Infos zu sichten und zu bewerten. Daher stellt des Team des AWV die Informationen – komprimiert auf das Wesentliche – auf seiner Internetseite und in Newslettern für alle Unternehmen zusammen. „Nicht nur für unsere Mitglieder“, betont Tornow.

„Viele Unternehmen benötigen in der Krise so schnell wie möglich Liquidität. Der AWV ist als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband in der Jade-Region hervorragend vernetzt. Dieses Netzwerk bieten wir jetzt zur Nutzung im Rahmen der ,Corona-Hilfe‘ für Unternehmen an“, so Präsident Tom Nietiedt.

Sämtliche Infos des AWV werden auch an die Wirtschaftsförderungen Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund und Interessenvertreter in der Jade-Region weitergegeben. Die Plattform soll als Multiplikator agieren, so dass alle Unternehmen relevante Infos über staatliche Hilfsprogramme und arbeitsrechtliche Ratschläge erhalten.

„Viele Unternehmen benötigen jetzt sofort finanzielle Unterstützung, sei es durch Zuschüsse, schnelle Kredite oder die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen. Insoweit sind diese staatlichen Maßnahmen als kurzfristige Unterstützung in der Krise gut und richtig“, so Nietiedt. Allerdings könne die Wirtschaft dem enormen Druck durch unterbrochene Lieferketten, Auftragswegfall durch Kurzarbeit und Kontaktverbote nicht ewig standhalten. „Hier ist die Politik gefordert, schnellstmöglich Lösungen für die Unternehmen zu finden und eine Exit-Strategie aus der kompletten Stilllegung ganzer Wirtschaftszweige umzusetzen.“