Friesland - Das ist gelebter Umweltschutz: Nachdem sich am Freitag bereits etliche Schulen und Kindergärten am Frühjahrsputz beteiligt hatten, machten sich am Samstag viele weitere Bürger in Friesland bei schönstem Frühlingswetter auf den Weg, die eigene Umgebung von gedankenlos weggeworfenem Unrat zu befreien. Wieder waren Vereine, Gruppen, Verbände und Privatpersonen unterwegs.

Zumeist handelte es sich bei den „Fundsachen“ um Papier, Zigarettenkippen und häufig um Verpackungen und Trinkbecher aus der Schnellgastronomie. Aber natürlich auch um andere Abfälle wie Farbeimer und Renovierungsabfälle. Selbst größere Mengen an Pfandgut wurden auf Plätzen, in Straßengräben und am Wegesrand aufgesammelt. Und man weiß auch: Je sauberer die Umgebung ist, desto größer ist die Hemmschwelle, Abfall in die Gegend zu werfen.

In einem gepflegten Umfeld zu leben ist das eine Ziel, die Pflege der Gemeinschaft und des Gemeinsinns das andere. So organisierten sich viele Bürger aus Sport- und Bürgervereinen, Nachbarschaften, Parteien oder Familien und natürlich die Freiwilligen Feuerwehren und Jugendfeuerwehren. So unerfreulich dieser Anlass auch ist, Spaß hatten alle Teilnehmer dieser Sammelaktion.Die Jugendfeuerwehr Sillenstede, die Parcours-Kids vom TuS Sillenstede sowie die Radsportgruppe Freesenstorm haben sich ebenfalls beim Frühjahrsputz 2023 beteiligt. Während das Team Freesenstorm entlang des Moorhauser Wegs und der Jeverschen Landstraße über den Skaterplatz bis in den Ort hinein Müll gesammelt haben, war die Parcours-Gruppe in der Ortsmitte unterwegs. Mittags gab es im Feuerwehrgerätehaus in Sillenstede die traditionelle Erbsensuppe. In diesem Jahr gab es nicht so viel Abfall wie im vergangenen Jahr, wo nach einem Jahr Corona viel Müll am Straßenrand und in den Gräben lag.Jäger und Anlieger des Schenumer Wegs (Cleverns) haben am Samstag zwei volle Anhänger Unrat in ihrem „Revier“ und am Parkplatz an der B 210 eingesammelt und zum Bauhof transportiert. „Man wundert sich nur über Leute, die ganze gefüllte Müllsäcke einfach irgendwo im Graben entsorgen“, schreibt Bernd Melchers stellvertretend für die Gruppe. Anschließend wurde gegrillt.Viel Spaß und Sonnenschein begleiteten „Die Trolle“ vom Waldkindergarten im upjeverschen Forst. Zur Freude aller: Es wurde sehr wenig Müll gefunden. Auffällig waren allerdings wieder volle Hundekotbeutel, die bis in höhere Bäume geworfen wurden. Der spektakulärste Fund war wohl eine Herrenunterhose.