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FSV Jever bangt um Saison Erwachsenen-Fußball an Jahnstraße in einem Jahr tot?

Der Verein FSV Jever sieht mit Bangen der nächsten Saison entgegen.

Der Verein FSV Jever sieht mit Bangen der nächsten Saison entgegen.

Archiv

Jever - Der Unmut der Aktiven des FSV Jever über den drohenden eingeschränkten Spiel- und Trainingsbetrieb nach den Sommerferien ist am Donnerstag auch im jeverschen Rat laut geworden. Anlass war der Vergleich, den der Landkreis Friesland und zwei gegen Lärm klagende Anwohner des Kunstrasenplatzes im Sportpark Jahnstraße im Januar vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg geschlossen hatten. Demnach darf der Kunstrasenplatz des Vereins nach 20 Uhr nicht mehr genutzt werden.

Der Kunstrasen – wichtig für den Spielbetrieb des FSV, aber nur bis 20 Uhr zu nutzen.

RUHEZEIT-ENTSCHEIDUNG VOR GERICHT Kein Kunstrasen-Training mehr nach 20 Uhr beim FSV Jever

Christoph Hinz Thomas Breves
Jever
Dieses Schild auf unserem Symbolbild hängt nicht vor dem Kunstrasen des FSV, aber es illustriert die Situation in der nächsten Saison ab 20 Uhr.

SCHLECHTE ZEITEN FÜR FUSSBALL Gerichtlicher Vergleich alarmiert Sportler in Jever

Christoph Hinz
Jever

„Wie kann es sein, dass die Interessen von zwei oder drei Anwohnern, die sich vom Lärm belästigt fühlen, höher bewertet werden als ein ganzer Verein?“, wollte FSV-Mitglied Andreas Hohlen in der Einwohnerfragestunde der Ratssitzung wissen. Er sei selbst Nachbar eines Kindergartens mit zeitweise hoher Lärmentwicklung und wäre nie darauf gekommen, dagegen zu klagen. FSV-Vorsitzender Malte Hafenstein stellte fest: „Wenn es dabei bleibt, ist der Erwachsenen-Fußball in Jever in einem Jahr tot.“

Nicht nachvollziehbar

Als Jurist sei für ihn selbst mitunter nicht nachvollziehbar, zu welchen Entscheidungen Gerichte kämen, sagte Bürgermeister Jan Edo Albers. Lärmschutz werde in der Rechtsprechung differenziert betrachtet, bei lautstarken Kindern weniger als im sportlichen oder gewerblichen Bereich. „Der Sportplatz war ja schon da, als die Menschen dort hingezogen sind. Trotzdem besteht ein hoher Anspruch auf Lärmschutz“, sagte Albers. Eigentlich wolle man den Sport stützen, aber die Rechtsprechung schwäche ihn. Er selbst wolle mit dem FSV gemeinsam nach Lösungen suchen.

Richter machte Druck

Kämmerer Dietmar Rüstmann berichtete, die Stadt sei nur als sogenannte beigeladene Partei beim Vergleich anwesend gewesen. Der Richter beim Verwaltungsgericht habe dem Landkreis Friesland nahegelegt, dem Vergleich zuzustimmen, ihm „die Pistole auf die Brust gesetzt“. Im Falle eines Urteils wäre das Ergebnis für den Verein noch viel härter ausgefallen. „Mehr war da nicht rauszuholen“, sagte Jan Edo Albers. Die Möglichkeit einer Abstimmung mit dem FSV habe der Richter einfach nicht eingeräumt. Der Bürgermeister bestätigte: „Aus meiner Erfahrung als Anwalt weiß ich, dass es töricht wäre, einen solchen Vergleich auszuschlagen, wenn der Richter ihn empfiehlt.“

Knapp zehn Jahre ist es her, dass der Kunstrasenplatz in Jever an der Jahnstraße angelegt worden ist. Seitdem ranken sich um den Lärmschutz immer wieder Probleme mit einigen Anwohnern.

LÄRMSCHUTZ-VERGLEICH VOR GERICHT Nach 20 Uhr ruht der Ball beim FSV Jever – so hält der Verein jetzt zusammen

Thomas Breves
Jever
Christoph Hinz
Christoph Hinz Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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