Sande - Für Hunde besteht Registrierungspflicht per Chip beim Land, für Katzen hat die Gemeinde Sande ebenfalls eine Kennzeichnungspflicht per Chip oder Tätowierung per Satzung angeordnet. Doch auslesen konnte bei der Gemeinde Sande die Mikrochips bei Fundtieren bisher keiner. Die Gruppe Grüne/Linke/FDP im Sander Rat hat zunehmende Nachfragen von Sander Tierbesitzern über Facebook wahrgenommen, ob bei Fundtieren der Bauhof den Chip auslesen und die Chipnummer an den Verein „Tasso“ melden kann. „Tasso“ betreibt eine ehrenamtliche Halterzuordnung für Hunde und Katzen.

Ratsmitglied Frank David (FDP) fragte bei der Gemeinde nach – so stellte sich heraus, dass das Verfahren bei Fundtieren nicht standardisiert ist; so werden die Chipnummern nur ausgelesen, wenn ein Bauhof-Mitarbeiter extra zu einem Tierarzt mit Lesegerät fährt.

Die Gruppe Grüne/FDP/Linke hat deshalb bei der Gemeinde Sande beantragt, ein Tierchiplesegerät anzuschaffen und die Bauhofmitarbeiter anzuweisen, bei Fundtieren den Chip auszulesen und die Nummer an Tasso zu melden. So kann sichergestellt werden, dass Tier und Halter schnell wieder zusammenfinden und das Fundtier nicht erst ins Tierheim nach Wilhelmshaven gebracht werden muss. Die Anschaffungskosten für das Auslesegerät liegen laut David bei rund 50 Euro.

In diesem Zusammenhang bittet Frank David alle Tierhalter, ihr Haustier nicht nur chippen zu lassen sondern auch über Tasso zu registrieren, um im schlimmsten Fall zumindest Gewissheit über den Verbleib zu bekommen.

Die Registrierung über das bundesweite Haustierzentralregister „Tasso“ ist kostenlos - der Verein freut sich aber über Spenden.