Heidmühle/Obenstrohe - Keinen Sieger gab es am Freitagabend im Friesland-Derby zwischen dem Heidmühler FC und TuS Obenstrohe. Das Flutlichtspiel vor 250 Zuschauern im Klosterpark endete nach zwei späten Treffern mit 1:1 (0:0). Seit Sonntagnachmittag stehen die Auswirkungen dieser Punkteteilung für beide Teams in Staffel A der Fußball-Bezirksliga II fest.
Das HFC-Team schließt die Qualifikationsrunde damit auf dem zweiten Tabellenplatz ab, weil es am letzten kompletten Bezirksliga-Spieltag des Jahres noch vom SV Wilhelmshaven abgefangen wurde. Die Jadestädter besiegten am Sonntag den SV Brake mit 4:2.
Derweil benötigen die Obenstroher in ihren beiden Nachholspielen an diesem Donnerstag, 18. November, um 20 Uhr beim SV Brake und am Sonntag, 21. November, um 11 Uhr bei Schlusslicht ESV Wilhelmshaven noch zwei Siege, um ganz sicher in der Aufstiegsrunde dabei zu sein. Dazu ist ein Sprung unter die besten vier Teams vonnöten.
Der Tabellendritte TSV Abbehausen kommt nach dem 9:0-Kantersieg gegen den ESV Wilhelmshaven auf 20 Punkte, hat aber wie der Vierte FC Rastede (17) schon alle seine Spiele absolviert. Der TuS Obenstrohe kommt wie die Braker, die sogar noch drei Nachholspiele haben, als Sechster aktuell auf 16 Zähler.
Zum Friesland-Duell: Echtes Derbyfeeling vor 250 Zuschauern kam in der umkämpften, aber chancenarmen Partie erst in der Schlussphase auf. Nachdem Lasse Patelt in der 83. Minute zuerst am Obenstroher Schlussmann Tim Stahl gescheitert war, konnte Julien Stresow den Abpraller per Flachschuss zum 1:0 verwerten. In der zweiten Minute der Nachspielzeit sah Patelt sehr zum Ärger von HFC-Coach Daniel Oleksyn, der von einer völlig überzogenen Entscheidung sprach, die Gelb-Rote Karte. Nur eine Minute später gelang Christian Albers in Überzahl nach einem Eckball der Kopfballtreffer zum 1:1-Endstand.
Vor der Pause hatten die tief stehenden Obenstroher durch Jannis Theesfeld und Patrick Sandstede gute Chancen. Heidmühle besaß mehr Spielanteile, ließ es ab dem Sechzehner aber an Durchschlagskraft vermissen.
„Obenstrohe hat so gut wie nichts Konstruktives für das Spiel getan, sondern hauptsächlich auf unsere Fehler gelauert“, bilanzierte HFC-Co-Trainer Fabian Klische: „Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, aber man muss auch sagen, dass uns gegen das TuS-Abwehr-Bollwerk keine echten Lösungen eingefallen sind. Die Gäste hatten zwar ein leichtes Chancenplus, doch haben wir es leider nicht geschafft, einen verdienten Sieg über die Zeit zu bringen.“
TuS-Trainer Stephan Ehlers sah das etwas anders: „Meine Mannschaft hat bis zur letzten Minute Moral bewiesen und sich den Punkt mehr als verdient, ein Sieg wäre auch nicht unverdient gewesen. Wir haben nur eine Chance für Heidmühle zugelassen, die dann auch gleich zum Tor genutzt wurde. Das war eine starke Leistung beim Spitzenreiter.“

