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Fußball-Kreisligist zieht Reißleine Sande setzt im Abstiegskampf auf neues Trainerteam

Sande - Nach nur sieben Punkten aus 13 Spielen und einem Torverhältnis von 17:41 haben die Verantwortlichen des abstiegsgefährdeten Fußball-Kreisligisten Rot-Weiß Sande in der Winterpause Konsequenzen gezogen. So gab der Tabellenvorletzte am späten Dienstagabend die Trennung vom jungen Coach Marcel Apitz bekannt. Dieser hatte bislang ein Trainerduo mit Michael Janßen gebildet. Letzterer fungiert fortan als alleiniger Cheftrainer. Ihm zur Seite steht mit sofortiger Wirkung als neuer spielender Co-Trainer Maximilian Hohmann.

Die Überlegungen

„Wir haben viele Überlegungen angestellt. Es gab auch viele Gespräche und diverse offen geführte Gedankenspiele mit dem Vorstand, der Mannschaft und zwischen uns, wie es in die Zukunft gehen soll“, erläutert Janßen, der zugleich als Sportlicher Leiter in Sande tätig ist.

Das Potenzial

Die Mannschaft hinke bislang deutlich auch hinter den eigenen Erwartungen zurück. „Die Jungs sind alle in Ordnung und geben wirklich alles“, lobt Janßen: „Trotzdem steckt noch viel mehr in den Spielern.“ Dieses Potenzial gelte es nun, aus allen herauszuholen: „Manchmal muss man die Reset-Taste drücken und einen Neustart machen. Wir bedanken uns bei Marcel für seine Unterstützung und wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft.“

Die Enttäuschung

Apitz selbst zeigte sich auf Nachfrage „enttäuscht – auch weil wir langfristig was aufbauen wollten“. Allerdings könne er die Entscheidung angesichts der bisherigen sportlichen Bilanz auch nachvollziehen: „Das Wohl der Mannschaft hat Vorrang, und der Vorstand will es mit neuem Input versuchen, dem wollte ich nicht entgegenstehen. Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft wieder Erfolge hat.“

Vor der Saison hatten die Sander zwölf Zugänge und drei Abgänge von Stammspielern zu verzeichnen. „Dass der Neuaufbau nicht einfach werden würde, war klar“, erklärt Apitz: „Ich wollte von meiner offensiven Spielidee aber auch nicht abgehen – das muss ich zugeben.“ Mittelfristig möchte er wieder bei einer anderen Mannschaft als Coach an der Seitenlinie stehen. „Aber natürlich darf das nicht überstürzt sein, sondern es muss alles passen.“


Vier Spiele haben die Sander derweil in der Qualifikationsrunde noch vor der Brust. Zur Aufstiegsrunde wird es nicht mehr reichen, doch will man diese Partien mit vollem Elan angehen, um bestmöglich gerüstet in die Abstiegsrunde zu starten. Dort kämpfen zehn Teams um den Klassenerhalt, von denen am Ende sechs absteigen.

Die Zugänge

Das will das neue Trainerduo unbedingt verhindern und setzt auch auf drei Zugänge. In Meikel Mischael und Domenic Buchtela wechseln zwei Akteure vom klassentieferen VfL Wilhelmshaven an den Deich. Buchtela ist Janßen noch aus der Zeit beim ESV Wilhelmshaven bekannt. Dritter im Bunde ist Malick Jackson vom FSV Jever. Verlassen wird die Sander indes Dominik Öltermann, den es zum FSV Jever zieht.

„Wir freuen uns über die neuen Spieler. Ich bin mir sicher, dass wir in eine optimistische Zukunft blicken können“, sagt Janßen: „Wir werden den Spaß am Fußball vermitteln und den nötigen Ehrgeiz mit produktivem Trainingsprogramm fördern.“

Bei den Spielvorbereitungen und Analysen wird ihm nun Mittelfeldspieler Hohmann zur Seite stehen. „Max ist durch seine vielen Verletzungen schon angeschlagen“, erzählt Janßen: „Er möchte Erfahrungen in der Trainerarbeit sammeln. Da passt es doch gut, wenn er mich als Co-Trainer unterstützt. Max kennt die Mannschaft zudem sehr gut.“

Das laut aktuellem Spielplan erste Punktspiel des neuen Jahres ist gleich ein Derby. So haben die Sander am 13. März, den FC Zetel zu Gast.

Andreas Kempe
Andreas Kempe Nordwest-Fußball
Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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