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Projekt Erde und Flut Jury sucht im Wangerland nach insektenfreundlichsten Gärten

Wangerland/Oldorf - Das Klemmbrett liegt fest in der Hand, der Kugelschreiber ist schreibbereit, die Stirn gerunzelt, der Blick kritisch: Wenn Marion Hinz, Theda Harms-Thiemann, Anke Müller und Michael Rohrbeck die Gärten des Wangerlands besuchen, haben sie Flora und Fauna genau im Blick. Und das ist auch richtig so. Denn: die vier sind für das Projekt „Wangerland – Erde und Flut“ einen Tag lang auf der Suche nach Wangerlands insektenfreundlichstem Garten. Zehn Wangerländer haben ihre Gärten dafür in diesem Jahr angemeldet und hoffen, vielleicht sogar den 1. Preis zu gewinnen.

Schönes Hobby

Eine von ihnen ist Petra Buck aus Oldorf. Sie ist die Erste, die am Dienstagvormittag von der Jury besucht wird. „Ich mag es, wenn es in meinem Garten ein bisschen wild wächst“, sagt Buck und präsentiert stolz ihren Garten. Ob Löwenmäulchen, Fächerblumen, Storchenschnabel, Stockrose oder Weidenröschen – die meisten ihrer Pflanzen kann die Hobbygärtnerin sogar benennen. „Für mich ist das einfach ein schönes Hobby. Ich mag es, das Summen der Bienen im Klee zu hören“, so die Oldorferin.

Auf die Idee, sich für das Projekt anzumelden, sei Petra Bucks Ehemann gekommen. „Er hatte den Aufruf im Internet gesehen. Und da bei uns ja jede Menge blüht, dachten wir, wir probieren es einfach mal.“

Hotels für Insekten

Ähnlich lief es auch bei Ute und Christian Bödeker, ebenfalls aus Oldorf. Auch sie stellen ihren Garten dem Urteil der vierköpfigen Jury. „Wir sind Freunde von nicht so viel Gartenarbeit und Unkraut zupfen“, sagt Ute Bödeker und lacht. Dass genau das für Insekten besonders gut ist, weiß das Ehepaar. Neben zahlreichen Kräutern und heimischen Pflanzen haben sie Insektenhotels in ihrem Garten aufgehängt. Schwalben und Mehlschwalben nisten ebenfalls bei ihnen.

Es unbedingt auf den 1. Platz abgesehen haben es die Bödekers aber nicht. Sie verfolgen ein anderes Ziel. „Wir wollen den Menschen zeigen, was in unseren Gärten alles für die Insekten möglich ist“, so Ute Bödeker.


Bis die Jury um Theda Harms-Thiemann verkündet, welche der zehn Gärten die ersten drei Plätze belegt haben, wird es allerdings noch ein wenig dauern. Bewertet werden neben der Pflanzenvielfalt unter anderem auch, welche Blühstreifen-Mischungen angepflanzt wurden (hier sind heimische Mischungen deutlich im Vorteil), ob Trockenmauern und Steinhaufen für Laufkäfer oder wilde Bereiche, zum Beispiel mit Brennnesseln vorhanden sind.

Zu gewinnen gibt es für den 1. Platz einen Gutschein für Gartenbedarf im Wert von 150 Euro, 100 Euro für den 2. sowie 50 Euro für den dritten Platz. „Da wir aber alle Teilnehmer belohnen wollen, erhalten auch die anderen einen Gutschein im Wert von 20 Euro“, so Anke Müller.

Die Preise werden von der Gemeinde und des Ratsfraktionen gestiftet.

Svenja Gabriel-Jürgens
Svenja Gabriel-Jürgens Redaktion Jever, Redaktion Varel
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