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Gemeinde Sande stellt sich vor So war der Neubürgerempfang auf Gut Altmarienhausen

Annette Kellin
Leben seit zwei Monaten in Sande: Evelyn und Ulf Häusler. Sie nahmen am Neubürgerempfang der Gemeinde auf Gut Altmarienhausen teil und fühlten sich gut informiert.

Leben seit zwei Monaten in Sande: Evelyn und Ulf Häusler. Sie nahmen am Neubürgerempfang der Gemeinde auf Gut Altmarienhausen teil und fühlten sich gut informiert.

Annette Kellin

Altmarienhausen - Warum Menschen heute Sande als neuen Lebensmittelpunkt auswählen? Bei dem einem ist es ein Job, der angeboten wurde, der gerade gut passte und interessant zu sein versprach. Bei anderen ist es die Nähe zur erweiterten Familie und die Möglichkeit zum Home-Office, die nicht mehr an den Firmenort in Süddeutschland bindet und bei wieder anderen die Gesundheit und die Liebe zur Küste, die von Sande aus in einem Katzensprung zu erreichen ist.

Und bei einer großen Gruppe von Menschen unterschiedlicher Nationen ist es die mehr oder weniger willkürliche Entscheidung einer Behörde, die Sande als Aufenthalt zumindest für etliche Monate bestimmt hat.

Auf Gut Altmarienhausen

Sie alle kamen beim Neubürgerempfang zusammen, der erstmals auf dem Gut in Altmarienhausen stattfand. Begrüßt wurden sie von Ausrufer „Hinni“ Hinrich Janßen sowie den Gästeführern Werner Kleinschmidt im Gewand als Leinenreeder Pieter Swart sowie Dirk Arnskötter als Koyer (früherer Deicharbeiter und Sandes Symbolfigur).

Etliche Vereine und Gruppen hatten kleine Informationsstände aufgebaut, um über ihre Arbeit zu informieren. Alle Gruppen hatten Gelegenheit, sich in wenigen Sätzen zu präsentieren.

Bürgermeister Stephan Eiklenborg berichtete dagegen sehr ausführlich über die Gemeinde Sande, die Historie, die Ortsteile, die Sehenswürdigkeiten und vieles weitere. Längst nicht alle Gäste beherrschten die deutsche Sprache ausreichend, um dem zu folgen.

Dass der Empfang ausschließlich aus Wortbeiträgen bestand, dem dann eine gemütliche Runde bei Bratwurst und kühlen Getränken folgen sollte, war offensichtlich ein Defizit, denn die Reihen leerten sich schnell.


Kontakt aufgenommen

Jasmin Simsch, die seit Anfang des Jahres mit ihrem Mann in Sande lebt, hätte es auch hilfreich gefunden, wenn kenntlich gemacht worden wäre, wer zum Organisationsteam gehört.

Evelyn und Ulf Häusler, die vor zwei Monaten aus Wetzlar nach Sande kamen, fanden den Empfang recht informativ. Sie nahmen gleich Kontakt zur Arbeitsgemeinschaft „Altes Sande“ auf. „Wir lieben die Natur. Wir haben ein Leben lang in der Stadt gelebt, nun aber ist uns die Stadt zu laut, zu groß. In Sande haben wir alles, was wir brauchen. Und dass das Krankenhaus am Ort ist, gibt uns zusätzlich Sicherheit. Wir haben beide chronische Erkrankungen – so haben wir kurze Wege und können nahe der Küste leben. Das haben wir früher im Urlaub schon so geliebt, bis unsere Kinder uns auf die Idee brachten, hier ein Haus zu kaufen“, berichtete das Paar.

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