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NWZonline.de Region Friesland

Gespendet für einen guten Zweck

08.10.2019

Normalerweise erhält das Reparatur-Café in Varel Spenden von seinen Kunden, jetzt ließ es seinerseits durch entstandene Überschüsse gemeinnützigen Organisationen Geld zukommen. Jeweils 200 Euro überreichten Hildegard Korell (großes Bild links), Uwe Heeren, Werner Lampe, Dagmar Cremer, Christine Lampe und Heinz Watermann am Montagnachmittag an Mark Castens vom Verein Lebenswunsch (4. von links), Alexander Westerman von den Deichfreunden (5. von links) und Friedericke Menke von Ketaaketi (2. von rechts).

Während der Verein Lebenswunsch versucht, kranken Menschen am Lebensende noch einen Wunsch zu erfüllen, haben sich die Deichfreunde auf die Fahne geschrieben, durch verschiedene Aktionen auf die Wichtigkeit eines nachhaltigen und umweltbewussten Lebensstils aufmerksam zu machen. Ketaaketi (nepalesisch für Kinder) unterstützt vor allem die Bildung armer nepalesischer Kinder und vergibt Mikrokredite an ihre Familien zur Existenzsicherung. Zudem arbeitet die Gesellschaft mit anderen Kinderhilfsorganisationen zusammen, weshalb die erhaltene Spende vermutlich nach Sierra Leone gehen soll. Laut Friedericke Menke sei der Topf dort im Moment besonders leer.

Auf die Windenergie baut seit Kurzem der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Ligthart aus Varel. Mit der neuen Anlage kann Sohn Gerrit Ligthart die Leistung der Windmühle mit Hilfe einer App auf seinem Smartphone von überall überwachen. Seit 1979 führt die Familie einen erfolgreichen Milchviehbetrieb. Die Haltung von 450 Tieren kostet viel Energie, nicht nur die eigene, sondern auch Strom. Um diesem hohen und stetig steigenden Kostenfaktor entgegenzuwirken, hat sich die Familie für die Nutzung von Windenergie entschieden. Ihre Wahl fiel auf eine Anlage des niederländischen Herstellers E.A.Z. Wind. Das Unternehmen hat die Anlage mit einer 15 Meter hohen Nabe und einem attraktiven Holzrotor mit zwölf Meter Durchmesser für die eigene Stromerzeugung von Landwirten entwickelt.

Weil der Betrieb der Familie Ligthart einen Großteil des erzeugten Windstroms selbst nutzen wird und die Energie dem landwirtschaftlichen Betrieb zu Gute kommt, wurde das Bauvorhaben als privilegiert eingestuft. „Das kooperative Bauamt der Stadt Varel um Fachbereichsleiter Jörg Kreikenbohm ermöglichte eine relativ zügige Genehmigung“, sagte Firmensprecherin Jenny von Bernstorff.

Wir müssen fest an der Seite der finanziell Schwachen stehen.: So lautete die Kernaussage des Komponisten, Mittelstandsprechers und langjährigen Bundestagsabgeordneten Diether Dehm, den der Kreisverband Friesland der Partei Die Linke zu einem Diskussionsabend nach Varel eingeladen hatte. Mit der Aussage „Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtlinge“ stellte er sich an die Seite von Sahra Wagenknecht. Dehm bedauerte, dass es auch in der Linken Strömungen gebe, bei denen der Dogmatismus wichtiger sei als die Realpolitik, was letztlich zum Rückzug von Sarah Wagenknecht als Fraktionsvorsitzende geführt habe. Trotzdem könne er sich eine Koalition mit der SPD im Moment nicht vorstellen.

Auch auf aktuelle Trends gab der Referent Antworten. Anstelle der Rüstungsausgaben müsse man massiv in den öffentlichen Personennahverkehr durch Ausbau der Schiene investieren. Die Kosten in Höhe von zehn Milliarden Euro jährlich könnten aus Einsparungen von Nachrüstungen gewonnen werden. Mit dem Appell, keine Waffen an Saudi-Arabien zu exportieren, weil dort die Menschenrechte missachtet werden, schloss der Abend ab.

Der Vareler Künstler und Fotograf Matthias Langer eröffnet am 11. Oktober in der Galerie Rotklee in Putbus (Mecklenburg-Vorpommern) die Ausstellung „Another Brick in the Wall“. „Wer den Titel hört, dem klingen die Zeilen ,We don’t need no education, We don’t need no thought control‘ in den Ohren“, sagt er. Die Abgrenzung von der Außenwelt des Protagonisten Pink in der Rockoper „The Wall“ habe aber noch andere Gründe, wie den frühen Tod des Vaters oder Drogensucht und Allmachtsphantasien. „Wer eine Mauer um sich baut, kann irgendwann nur noch den Blick nach oben, in den Himmel richten. Und wenn die Ziegelsteine der Mauer wie bei einem Iglu geschichtet werden, dann ist auch dieser Blick versperrt“, sagt Matthias Langer. Dann müsse man sich seinen Himmel selber bauen. „Genau das habe ich in meiner Stube für mich nachvollzogen und anschließend im Foto festgehalten.“ Die gezeigten Bilder wurden 2019 mit dem Kunstpreis Rastede ausgezeichnet und im Palais ausgestellt.

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