Schortens - Schortens ist eine wachsende Stadt, die Einwohnerzahlen steigen langsam aber kontinuierlich, berichtete Kämmerin Elke Idel. Und Schortens ist ein gefragter Gewerbestandort. Die Anteile, die die Stadt an der Einkommens- und Umsatzsteuer zufallen, sind aber eher gering – das macht der Kämmerin Sorgen. Die Einnahme durch die Gewerbesteuer ist dagegen deutlich besser und liegt an zweithöchster Position in den vergangenen 15 Jahren.
Gleichwohl: Mit 380 Punkten für die Gewerbesteuer und auch für die Grundsteuer A und B liegt Schortens im Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis ziemlich weit hinten, andere Städte und Gemeinden verlangen mehr. Und bei einem deutlichen Minus in der Stadtkasse kann die Frage nach einer Steuererhöhung eigentlich nicht ausbleiben. Am Donnerstagabend wurde sie aber nur sehr zögerlich angesprochen. Detlef Kasig (SPD) hält eine Erhöhung sogar für ein fatales Signal, das sich gerade jetzt „als kontraproduktiv erweisen“ könnte. Ingbert Grimpe (Grüne) dagegen hält Steuereinnahmen, die im Bundesvergleich bei nur 46 Prozent liegen, für nicht mehr haltbar.
Mit der Entwicklung der Gewerbegebiete sei man auf der richtigen Schiene, erklärte Idel. Die zweite Erweiterung der Branterei laufe gut an, es gebe eine hohe Nachfrage. Den Gewerbemix, der Schortens am zuträglichsten sei, müsse man aber gut im Auge behalten, die Verteilung der Flächen dürfe nicht nach Windhund-Prinzip erfolgen.
Gefragt ist auch das Unternehmerfrühstück, in Kürze gehen die Einladungen zur sechsten Auflage raus. Hier geht es einerseits um Information, andererseits um Netzwerkpflege. Die seit vielen Jahren erste Gewerbeschau im Gewerbegebiet Branterei sei sehr gut angekommen, berichtete Idel, die Betriebe hätten vielfach gute Nachfragen und verstärkte Auftragslagen im Zusammenhang mit der Gewerbeschau bescheinigt. Ähnliche Veranstaltungen böten sich also auch für die Zukunft wieder an, erklärte Idel.
