Grabstede/Schweinebrück - Erneut haben die ostfriesischen Teams bei der Finalrunde der besten Boßelmannschaften des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) den Ton angegeben. Bei den Frauen gewann überraschend das Team aus Rahe, das als Nachrücker in die Titelkämpfe gestartet war. Die Werferinnen des Vereins Noord Norden hatten pandemiebedingt abgesagt. Gleiches galt für die Männer des Clubs Kreuzmoor/Bekhausen, die von Torsholt ersetzt wurden. Den Titel im Männerwettbewerb gewann Reepsholt. Dabei betrug der Unterschied zwischen dem Erst- und dem Viertplatzierten gerade mal vier Wurf.
An der Wende waren in Deternlehe die Grabsteder noch gleichauf mit den favorisierten Teams aus Reepsholt und Pfalzdorf. Mit insgesamt 152 Würfen in den vier Gruppen bejubelte Reepsholt schließlich den FKV-Titel. Den Unterschied hat wohl die erste Gummigruppe ausgemacht, die nur 36 Wurf benötigte. Zweiter wurde Titelverteidiger Pfalzdorf (155), den Bronzerang belegte Grabstede mit 156 Wurf und 247 Metern. Die Friesländer wiesen das beste Ergebnis aller Gruppen mit der Holzkugel auf. So benötigte die erste Holz nur 37 Wurf. Vierter wurde Rahe (156 W/175 m), gefolgt von Halsbek (161) und Nachrücker Torsholt (178).
Gute Bedingungen
„Die Voraussetzungen waren ideal mit herrlichem Sonnenschein und einer super Boßelstrecke, die allerdings leider etwas kurz war“, bilanzierte Grabstedes Kapitän Christian Alberts: „Unsere erste Holz hatte einen sehr guten Tag erwischt. In den anderen drei Gruppen war noch ein bisschen Luft nach oben. Am Ende freuen wir uns als Mannschaft aber sehr über den gewinn der Bronzemedaille.“
Diese verpassten die Frauen aus Schweinebrück nur knapp. Auch in der in Müggenkrug ausgeworfenen weiblichen Konkurrenz war es eng zugegangen. So lagen Dietrichsfeld (57 Wurf), Schweinebrück (58), Südarle (58) und Rahe (59) bei der Wende noch gleichauf. Im Ziel konnte dann das Überraschungsteam aus Rahe mit insgesamt 106 Würfen jubeln. Bei den Siegerinnen hatte die Gummigruppe (50 Wurf) das Topergebnis abgeliefert. Mit insgesamt nur einem Wurf mehr wurde der Titelverteidiger Südarle Zweiter (107). Bronze ging an den Landesmeister Dietrichsfeld (109). Auf den weiteren Plätzen folgten die oldenburgischen Teams: Schweinebrück (110), Halsbek (111) und Kreuzmoor/Bekhausen (118).
Probleme auf Rücktour
„Die Holz und auch die Gummi sind gut in den Wettkampf gestartet, an der Wende lagen beide gleichauf mit 29 Wurf“, erläuterte die Schweinebrücker Mannschaftsführerin Astrid Hinrichs, die bei den Titelkämpfen zwei Stammwerferinnen ersetzen musste. Auf der Rücktour habe dann aber einiges nicht mehr so geklappt, wie gedacht: „Da haben wir einiges liegen lassen, was sich am Ende gerächt hat. Die Gummi hat mit 54 Wurf im Vergleich zu den anderen Gummigruppen auf der Rückrunde etwas Federn lassen müssen, ebenso die Holz. Schade, dass es im Ziel dann ganz knapp nicht für einen Platz auf dem Treppchen gereicht hat.“
