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Grundstücksmarkt in Friesland In Jever und Schortens bauen Friesländer am liebsten

In Friesland gab es letztes Jahr 170 Verkäufe von Baugrundstücken, davon in Jever und Schortens am meisten.

In Friesland gab es letztes Jahr 170 Verkäufe von Baugrundstücken, davon in Jever und Schortens am meisten.

dpa

Friesland - Wer im letzten Jahr ein Haus oder eine Wohnung im Kreis Friesland gekauft hat, musste im Vergleich tief in die Tasche greifen. Und trotzdem wurden 1762 Verkaufsverträge abgeschlossen. Insgesamt 521,6 Millionen Euro wurden dadurch im Landkreis umgesetzt, was eine Umsatzsteigerung von gut 20 Prozent ausmacht. Somit wurden rund 380 Hektar Fläche veräußert, was aber deutlich weniger ist, als noch im Jahr 2021.

Das geht aus einer Übersicht hervor, die in dieser Woche der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Aurich bekanntgab, denn dieser ist neben den ostfriesischen Kreisen und Städten auch für Friesland und Wilhelmshaven zuständig.

Baugrundstücke

Im Kreis Friesland gab es 170 Verkäufe von Baugrundstücken, wobei der nördliche Teil des Landkreises am beliebtesten erscheint. Demnach stehen Jever und Schortens an der Spitze, denn dort gab es einmal 45 und einmal 65 Verkäufe. In der Stadt Varel blickt man hingegen auf acht, in Bockhorn auf sieben und in Zetel auf vier Vertragsabschlüsse zurück. Dabei haben sich die Grundstücke im Durchschnitt dezent vergrößert. Der Wert ist auf zehn Quadratmeter im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Und auch preislich tut sich nicht viel. Der Quadratmeterpreis lag 2022 bei 128 Euro, was eine Erhöhung von zwei Euro ausmacht. Doch wohingegen der Preis in Jever mit 128 Euro konstant geblieben ist, gibt es in Schortens einen Sprung von 105 auf 125 Euro. In Varel hingegen ist dieser von 115 auf 108 Euro gesunken.

Häuser

Die Anzahl an Verkäufen von Ein- und Zweifamilienhäusern in Friesland bleibt auf dem Niveau der letzten Jahre. So kauften 624 Friesländer ein Haus im vergangenen Jahr. 2021 waren es 20 mehr. Unabhängig vom Alter der Immobilie konnten die Verkäufer wiederum zum Teil deutlich höhere Gewinne erzielen. Häuser von 1978 bis 1990 brachten im Schnitt 320 000 Euro ein, was im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr ist (260 000 Euro).

Ähnlich viel Geld bringen Neubauten, denn Häuser ab 2020 kann man im Schnitt für 451 000 Euro verkaufen. Im Jahr 2021 (Baujahr ab 2019) bekam man „lediglich“ 302 000 Euro.


Wohnungen

Um weitere sechs Prozent steigt die Kurve der verkauften Eigentumswohnungen in Friesland. Somit gab es 461 Verkäufe. Und das, obwohl der Wert der Wohnungen weiter in die Höhe schießt. Für Wohnungen von 1991 bis 2019 zahlt man aktuell knapp 300 Euro mehr pro Quadratmeter. Im Durchschnitt beträgt der Quadratmeterpreis 2231Euro (2021: 1957). Bei neugebauten Wohnungen ab 2020 sind höhere Preise veranschlagt. So kostet der Quadratmeter im Schnitt 3443 Euro (2021: 3010).

Jan-Ole Smidt
Jan-Ole Smidt Redaktion Varel
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