Jever/Schortens - Mit einer runderneuerten Mannschaften und mit etwas Verzögerung starten die Handballer der HG Jever/Schortens an diesem Wochenende in die neue Saison der Landesliga Nord. Während Spitzenreiter Wilhelmshavener SSV bereits drei Partien ausgetragen hat, geben die Mannen um HG-Coach Henning Cassens erst an diesem Sonntag (16 Uhr) beim TS Hoykenkamp ihre Saisonpremiere.
Dabei stehen im Kader acht Abgängen gleich zehn, zumeist junge Zugänge gegenüber. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass die zweite Mannschaft der HG gegen Ende der Vorsaison vom Spielbetrieb zurückgezogen wurde und vor Beginn der neuen Spielzeit auch auf den Startplatz in der Regionsoberliga verzichtet hat.
Gute Vorbereitung
Abgänge Christian Wolf (TSG Hatten-Sandkrug), Nicholas Beck (SG VTB/Altjührden), Finn Busalski (setzt beruflich bedingt aus), Till Hanken, Tammo Müller, Hendrik Margner, Stefen Köhler, Ole Schönheim (alle vereinslos)
Zugänge Keno Janßen, Fynn Janßen, Bastian Meinen, Benjamin Gräf, Christoph Verbücheln, Eric Rocker, Jonas Lohner, Lennart Giljan (alle HG Jever/Schortens II), Björn Bröckerhoff (HG Jever/Schortens III), Max Ewald (eigene A-Jugend)
Kader Christoph Trinks, Bastian Meinen, Benjamin Gräf, Eric Rocker (alle Tor), Ben Laurinat, Robin Koch, Fynn Janßen, Christoph Verbücheln, Jonas Lohner (alle Außen), Thore Schönheim, Sebastian Keib, Jan Iken, Thore Jacobs, Tim Arends, Lennart Giljan, Max Ewald (alle Rückraum), Tim Winterhalder, Dominic Schwarzenberger, Jan Bergmann, Tobias Protsch, Keno Janßen, Björn Bröckerhoff (alle Kreis)
Trainer Henning CassensCo-Trainer Jan BergmannTorwart-Trainer Thomas HilbingerBetreuer Torben Schoster
Saisonziel So früh wie möglich Klassenerhalt klarmachen
Titelfavoriten Wilhelmshavener SSV, HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, SG Bremen-Ost, TS Hoykenkamp
„Unsere Vorbereitung verlief ganz gut, auch wenn es hier und da den einen oder anderen Verletzten oder urlaubsbedingte Abwesenheiten gab“, erläutert Cassens: „Wir haben super trainiert und die Zeit genutzt.“
Das habe sich auch bereits in den Testspielen niedergeschlagen. Zudem siegte das HG-Team Ende August bei der Premiere des Vorbereitungsturniers um den Hase-Cup in eigener Halle. „Da haben wir die Spiele gegen unsere beiden Ligarivalen SG Obenstrohe/Dangastermoor und Tura Marienhafe doch recht souverän gewonnen“, freut sich Cassens.
Neuer Spielstil
Dennoch haben gerade die Abgänge von Christian Wolf und Nicholas Beck im Sommer Spuren hinterlassen. „Das schmerzt natürlich schon“, gesteht der HG-Trainer: „Aber wir werden in der neuen Saison jetzt unsere Spielweise anpassen und viel mehr aufs Tempo drücken. Wir wollen attraktiven Handball zeigen und schauen mal, ob uns das direkt schon am Sonntag in Hoykenkamp gelingt.“
Als Saisonziel nennt Cassens – wie in der vergangenen Spielzeit – den Klassenerhalt. Da müsse man auch mit Blick auf die Abgänge von Leistungsträgern, die man zu verkraften habe, realistisch sein. „Wir wollen zudem die jungen Spieler, die jetzt dazugekommen sind, aufbauen und weiterentwickeln. Es heißt also, so früh wie möglich unten rauszukommen und sich im Tabellenmittelfeld zu platzieren.“
Vor allem drei Mannschaften traut Cassens derweil den Titelgewinn zu. „Ich glaube, dass der Wilhelmshavener SSV in dieser Saison eine gute Rolle spielen kann, gerade mit Neuzugang Justin Herrmann“, sagt er. „Auch die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg wird wieder oben mit dabei sein. Die SG Bremen-Ost könnte ebenfalls auf den ersten drei Plätzen landen.“ Aber auch Hoykenkamp und Rastede sei das zuzutrauen.
